Erstellt 09.02.10, 16:24h
Neben den jüngsten Festnahmen von Berichterstattern sei seit Samstag auch das Internet "von starken Störungen beeinträchtigt". Zudem könnten Mobilfunknutzer bestimmter Telefongesellschaften keine Kurznachrichten mehr verschicken. Damit wollen die Behörden nach Einschätzung der Journalistenorganisation oppositionelle Proteste am 11. Februar verhindern.
Der Generalsekretär von "Reporter ohne Grenzen", Jean-Francois Julliard, forderte die 27 EU-Mitgliedsstaaten auf, ihre Botschafter aus Teheran abzuziehen, um damit gegen die "willkürlichen Repressionen gegen politische Oppositionelle und die unfairen Schauprozesse zu protestieren".
Betroffen von den Festnahmen seien Medienvertreter aus Teheran und aus den Provinzen. So seien am 7. und 8. Februar mindestens acht Journalisten von Vertretern des Ministeriums für Nachrichtenwesen und Sicherheit festgenommen und an einen unbekannten Ort gebracht worden. Unter ihnen befanden sich den Angaben zufolge Akbar Montadschabi von der Tageszeitung "Etemad-e Mell", Somayeh Momeni von der Monatszeitung "Nasim Bidary" sowie Seynab Kasem-Chah von der Nachrichtenagentur "ISNA". (epd)
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