Schriftgröße

Revolutionsfeiern

Iran nimmt Journalisten fest

Erstellt 09.02.10, 16:24h

Vor den Feiern zur Erinnerung an die islamische Revolution 1979 hat das Regime in Teheran offenbar zahlreiche Journalisten und Blogger ins Gefängnis geworfen. Die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ äußerte sich besorgt.

Mahmud Ahmadinedschad
Bild vergrößern
Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad bei der Besichtigung einer Ausstellung zum Thema Lasertechnik. (Bild: dpa)
Mahmud Ahmadinedschad
Bild verkleinern
Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad bei der Besichtigung einer Ausstellung zum Thema Lasertechnik. (Bild: dpa)
Mahmud Ahmadinedschad Iran
Bild verkleinern
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad (M) inspiziert die Urananreicherungsanlage in Natans. (Bild: dpa)
Mahmud Ahmadinedschad Iran
BERLIN - Im Iran sind wenige Tage vor den Feierlichkeiten zum 31. Jahrestag der Islamischen Revolution am kommenden Donnerstag offenbar zahlreiche Journalisten festgenommen worden. Aktuell seien 65 Reporter und Internet-Dissidenten im Gefängnis, so viele wie noch nie seit Gründung von "Reporter ohne Grenzen" vor 25 Jahren, teilte die Journalistenvereinigung am Dienstag in Berlin mit.

Neben den jüngsten Festnahmen von Berichterstattern sei seit Samstag auch das Internet "von starken Störungen beeinträchtigt". Zudem könnten Mobilfunknutzer bestimmter Telefongesellschaften keine Kurznachrichten mehr verschicken. Damit wollen die Behörden nach Einschätzung der Journalistenorganisation oppositionelle Proteste am 11. Februar verhindern.

Der Generalsekretär von "Reporter ohne Grenzen", Jean-Francois Julliard, forderte die 27 EU-Mitgliedsstaaten auf, ihre Botschafter aus Teheran abzuziehen, um damit gegen die "willkürlichen Repressionen gegen politische Oppositionelle und die unfairen Schauprozesse zu protestieren".

Betroffen von den Festnahmen seien Medienvertreter aus Teheran und aus den Provinzen. So seien am 7. und 8. Februar mindestens acht Journalisten von Vertretern des Ministeriums für Nachrichtenwesen und Sicherheit festgenommen und an einen unbekannten Ort gebracht worden. Unter ihnen befanden sich den Angaben zufolge Akbar Montadschabi von der Tageszeitung "Etemad-e Mell", Somayeh Momeni von der Monatszeitung "Nasim Bidary" sowie Seynab Kasem-Chah von der Nachrichtenagentur "ISNA". (epd)



Den Kölner Stadt-Anzeiger im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Newsticker


Anzeige


Umfrage

Protestieren Sie gegen ACTA?
Bundesweit sind Proteste gegen das internationale Handelsabkommen ACTA geplant. Es sieht unter anderem vor, Urheberrechtsverletzungen strenger zu ahnden. Kritiker befürchten Zensur und Überwachung vor allem im Internet. Beteiligen Sie sich am Protest?

Bildergalerien


Jahresrückblick


ksta-blogs.de


Kölner Stadt-Anzeiger auf dem iPad


Neue Videos – Politik/Nachrichten




Meistgelesene Artikel


Kolumne


Hintergrund


Die andere Meinung


Mein ksta.de


Forum


Brutto / Netto Rechner

Optimieren Sie Ihr Gehalt:
Bruttogehalt (Euro mtl.) Steuerklasse

Dienste