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DFB-Pokal

Podolski muss noch warten

Von Christian Löer, 09.02.10, 20:37h, aktualisiert 10.02.10, 11:48h

Für das DFB-Pokalspiel gegen den FC Augsburg kehrt der Portugiese Maniche in die Startformation zurück. Auch Lukas Podolski steht im Kader von Trainer Zvonimir Soldo - wird aber allenfalls als Edeljoker zum Einsatz kommen.

Zvonimir Soldo
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Abreise: FC-Trainer Zvonimir Soldo vor der abfahrt zum Flughafen. (Bild: Dahmen)
Zvonimir Soldo
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Abreise: FC-Trainer Zvonimir Soldo vor der abfahrt zum Flughafen. (Bild: Dahmen)
KÖLN - Zwischen das berauschende 3:3 gegen den Hamburger SV und das Pokal-Viertelfinale beim FC Augsburg (19 Uhr, live im ksta.de-Ticker) hat Zvonimir Soldo ein paar Momente der inneren Einkehr gelegt. Am Montag etwa „haben wir über unsere Fehler geredet“, erzählte der Trainer des 1. FC Köln Dienstagmittag vor dem Abflug nach Augsburg. Die Mannschaft habe aber auch nach der kritischen Nachbetrachtung des Remis gegen den HSV einen fröhlichen Eindruck auf den Coach gemacht, „die Moral ist sehr gut“, berichtet Soldo.

Bei aller Freude über den späten Punktgewinn und ein extrem unterhaltsames Spiel hatte Soldo durchaus Grund gehabt, die Nachbereitung eher den negativen Aspekten zu widmen. Denn seine Mannschaft den hatte dem Gegner gleich drei Gegentore durch schwere persönliche Patzer mehr oder weniger spendiert. Nach nur 15 Gegentoren in der gesamten Hinserie bedeutet derartiges Schlampen eine neue Erfahrung für Soldo. „Das ist reine Konzentrationssache“, sagt der Kroate gestern ungerührt. Große Furcht vor dem Augsburger 19-Tore-Mann Michael Thurk ist Soldo nicht anzumerken. „Wir haben genug Qualität. Ich mache meine Aufstellung nicht vom Gegner abhängig.“

Neben der ungewohnten Defensivschwäche überraschen die Kölner seit dem Jahreswechsel allerdings auch mit einer wahren Flut an selbst erzielten Treffern. Zehn Tore brachten die Kölner in den 17 Spielen der Hinserie zustande, in den vier Partien der Rückrunde haben sie diesen Wert glatt verdoppelt. Gegen Hamburg spielten die Kölner mit zwei Stürmern und dafür einem Mann weniger im Mittelfeld, das wäre eine mögliche Erklärung für die drei Treffer der Hamburger. Aber es gibt auch andere Gründe zum Wechsel: Maniche ist aus dem Sonderurlaub zurück, und vieles deutet darauf hin, dass Soldo den portugiesischen Strategen auf Kosten einer Spitze zurück in die Startelf holt. „Wir haben zuletzt viele Chancen gehabt. Und die werden wir auch gegen Augsburg haben. Wir haben auch mit einer Spitze genügend Offensivspieler auf dem Platz“, sagt er. Ein System mit nur einer Spitze wie etwa beim Bundesliga-Sieg in Wolfsburg würde womöglich auch eine gute Vorbereitung für die Partie am Karnevalssonntag in der Gelsenkirchener Veltins-Arena bedeuten. Dann wird Soldo auch auf ein Problem stoßen, das er derzeit noch vor sich herschieben kann.

Denn noch steht er nicht vor der Aufgabe, Lukas Podolski in seine Startformation einbauen zu müssen. „Lukas trainiert mit, und er trainiert gut. Aber ihm fehlt ein noch bisschen die Spielpraxis. Fitness ist das eine, Spielpraxis das andere“, sagt Soldo. Der Nationalstürmer gilt vor dem Spiel allenfalls als Edeljoker - oder als sicherer Elfmeterschütze. Allerdings wollen die Kölner in der regulären Spielzeit für die Entscheidung sorgen. Eine Stunde nach dem Schlusspfiff hebt der Sonderflug nach Köln ab. Ob Soldo seiner Mannschaft im Erfolgsfall einen Tag im Kölner Karneval gestattet, ließ er gestern offen. „Erst mal spielen. Dann sehen wir weiter.“

FC Augsburg: Jentzsch - Reinhardt, Möhrle, de Roeck, El-Akchaoui - Sinkala, Buck - Ndjeng, Baier, Traore - Thurk. - 1.FC Köln : Mondragon - Brecko, Mohamad, Geromel, Womé - Petit, Maniche, Pezzoni - Chihi, Tosic - Novakovic. - Schiedsrich ter : Kinhöfer (Herne).



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