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Winterchaos

Jahrhundertschnee in den USA

Von Günther M. Wiedemann, 10.02.10, 10:42h, aktualisiert 12.02.10, 10:41h

Metereologen sprechen vom schneereichsten Winter seit Jahrhunderten: Nach den verheerenden Schneestürmen am Wochenende werden an der Ostküste der USA erneut starke Niederschläge befürchtet. Auch Jürgen Rüttgers steckt auf Reise fest

Schneechaos
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Washington versinkt im Schnee. (Bild: afp)
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Washington versinkt im Schnee. (Bild: afp)
WASHINGTON - Schnee, Sturm - und kein Ende: Die US-Ostküste erlebt nach den Unwettern vom Wochenende am Mittwoch eine zweite Schneefront. Besonders betroffen war die Region zwischen Washington, Philadelphia und Baltimore. In der Bundeshauptstadt Washington ging nichts mehr. Bundesbeamte durften den dritten Tag hintereinander zu Hause bleiben, Schulen blieben geschlossen. Das öffentliche Leben erstarrte.

Sturmwarnung

Meteorologen sagten voraus, dass es noch lange weiterschneien werde, das Zentrum der Schlechtwetterfront verlagerte sich langsam nach New York. Dort blieben die meisten Schulen dicht, auch Universitäten öffneten nicht. Die Vereinten Nationen in New York gaben ihren Mitarbeitern einen freien Tag. Wer trotz Sturmwarnung zur Arbeit ging, dem drohte Unbill: „Sie werden zur Arbeit hinkommen, aber ob Sie wieder zurückkommen, ist fraglich.“ US-Meteorologen sprechen von einem der schneereichsten Winter in der Region um Washington seit 100 Jahren. Die Briefzustellung blieb aus, die Metro fuhr nur unterirdisch, Busse verkehrten gar nicht.

Zu den „Eingeschlossenen“ in Washington gehört auch der NRW-Ministerpräsident auf seiner alljährlichen USA-Reise. Doch Jürgen Rüttgers nimmt es mit Humor: „Es gibt existenziellere Krisen, als zwei Tage länger in diesem Hotel zu bleiben.“ Im Hotel Hay Adams, wo Barack Obama die Nacht vor seiner Amtseinführung verbracht hat, fällt das Warten leicht. Doch im Schnee blieben auch die meisten Termine des Ministerpräsidenten stecken. Gesprächspartner können nicht nach Washington kommen - oder haben die Stadt frühzeitig verlassen. Die geplante Weiterreise Rüttgers' nach Kalifornien ist ausgeschlossen. Der Flugplatz ist lahmgelegt. Züge raus aus dem Schnee sind ausgebucht. Die „Washington Post“ schreibt von einem „Snowerkill“ (Wortspiel aus Schnee und Overkill). In New York erwartete man schwere Behinderungen. Der Zoo blieb geschlossen, die Freiheitsstatue und das Auswanderermuseum auf Ellis Island. (mit dpa)



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