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Neues Motto

„Köln hat was zu beaten“

Von Anja Katzmarzik, 16.02.10, 13:40h, aktualisiert 16.02.10, 18:12h

Jetzt ist es raus: Zugleiter Christoph Kuckelkorn hat beim Prinzenfrühstück das Motto für die Session 2011 bekanntgegeben. Der Satz ist Bekenntnis, Ankündigung und These zugleich: „Köln hat was zu beaten“.

Köln hat was zu beaten
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Zugleiter Christoph Kuckelkorn stellt das Motto 2010/2011 vor: "Köln hat was zu beaten". (Bild: Worring)
Köln hat was zu beaten
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Zugleiter Christoph Kuckelkorn stellt das Motto 2010/2011 vor: "Köln hat was zu beaten". (Bild: Worring)
Kölner Dom
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O.K., Kölner Dom. Und was hat Köln noch zu beaten? Den Karneval! (Symbolbild: dpa)
Kölner Dom
Köln - Da fiel manche Kinnlade tief. „Köln hat was zu beaten“ hat Rosenmontagszug-Leiter Christoph Kuckelkorn als Motto für die nächste Karnevalszeit ausgegeben. Die Stadt sei flippig, wie es die 60er und 70er Jahre waren, und biete jedem etwas, lautet die Begründung. Mit der neuen Losung soll der Hippie-Ära, den Stärken Kölns sowie der großen hiesigen Musikszene gehuldigt werden.

Damit gibt es erstmals seit 2001 („Köln kann sich mit allen messen“) wieder einen hochdeutschen Leitspruch. Und - wenn man von dem Motto aus dem Jahr 1858 („Train de Plaisier“) sowie dem 1984er-Slogan „Hits us Kölle un us aller Welt“ absieht - erstmals eins mit fremdsprachigem Einschlag - als Wortspiel, das auch deutsch klingt. „Wir wollen die Jugend ansprechen“, begründete Kuckelkorn seine Wahl und assoziierte Begriffe wie „heartbeat“ (Herzschlag) und „drumbeat“ (Trommel-Rhythmus). Bei der Verkündung, die erstmals im Gürzenich stattfand, traten zur Veranschaulichung Vertreter von Tanzgruppen zu Klängen der Kölner Beatles-Cover Band „Hard Days Night“ rund um Dieter Kirchenbauer auf. Gesungen wurde „Alaaf you“ statt „She loves you“.

„Die Zeit ist reif dafür“, findet Kuckelkorn, der mit dem englischen Ausdruck „ein bisschen provozieren“ und erreichen will, dass der Karneval frischer erscheint. Der doppelte Wortsinn solle zudem „intellektuellen Anspruch“ ausdrücken. Was jeder Einzelne aus dem Motto mache, sei ihm überlassen. „Es soll ja interpretiert werden. Mit ihm zu spielen - darin liegt der wahre Wert des Mottos.“

Während eines festlichen Essens zu Ehren des Dreigestirns, gestiftet von Gastronom Jochen Blatzheim, wurde zudem mit der alten Session „abgerechnet“. Da lobte Festkomitee-Präsident Markus Ritterbach die große Integrationskraft des Karnevals und das aus seiner Sicht zu Unrecht kritisierte Dreigestirn, das mit stehenden Ovationen verabschiedet wurde. „Wir könnten auch drei Schauspieler nehmen und jedes Jahr gleich aufziehen lassen. Aber das hätte nichts mehr mit Karneval zu tun.“

Oberbürgermeister Jürgen Roters sagte, die Drei seien bodenständig und keine Selbstdarsteller gewesen, sondern „Leute wie du und ich“. Eine Absage erteilte er dagegen Karnevalisten wie in Düsseldorf, die mit einer Darstellung des Kölner Archiveinsturzes die Schmerzgrenzen überschritten hätten.

Roters machte dem Karneval zudem eine echte Liebeserklärung. Nirgends werde verwurzelter und mit tieferem Herzen gefeiert, sagte er. Dies hätten vor allem die schönen und friedlichen Umzüge am Sonntag und Montag gezeigt, das „macht mich richtig stolz“. Nun müssten „alle, die in dieser Stadt Verantwortung tragen“ weiter daran arbeiten, Köln aus den negativen Schlagzeilen herauszubringen.



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