Von Iris Hilbert, 17.02.10, 09:43h, aktualisiert 17.02.10, 19:56h
„An welchem politischen Wettbewerber soll ich mich reiben? Mit wem soll ich mich beschäftigen?“, fragte sich der CSU-Chef im Interview mit der „Passauer Neuen Presse“. Ökologisch und sozial sei die CSU selbst, und den Freien Wählern attestierte er keinerlei Kompetenzen. So stellte sich vor seiner Rede in der Dreiländerhalle vor allem eine Frage: Wie hält er es mit der FDP? Immerhin trat deren Chef, Guido Westerwelle, im nur rund 80 Kilometer entfernten Straubing auf. Westerwelle hatte nach den Auseinandersetzungen der vergangenen Tage über den Sozialstaat noch mal nachgelegt: „Wir haben uns in der Vergangenheit mit der CSU so manches Scharmützel geliefert. Aber in der Bekämpfung linker Ideologien hatten wir früher die CSU auf unserer Seite.“
Seehofer trat, wie er selbst betonte „extrem fit“ und gut gelaunt vor seine Anhänger und gab sich angriffslustig. Deftige Sprüche hatte er - ganz traditionsbewusst - auch im Gepäck. Er könne sich ja mit keinem Konkurrenten in Bayern mehr anlegen, ließ er die jubelnden Zuhörer wissen. „Ich habe lange überlegt, wen kann ich von der Bayern-SPD überhaupt erwähnen, ohne zu erklären, wer das ist?“ Er entschied sich dann für Franz Maget. Der ist zwar längst von seinem Amt als Fraktionschef im Landtag zurückgetreten, aber Seehofer sagte, er habe ihm versprochen, ihn in seiner Rede zu erwähnen. Die Freien Wähler seien vor allem frei von Inhalten und Kompetenzen. Wer kein Konzept haben werde auch bald keine Wähler mehr haben. Die Grünen bezeichnete Seehofer als „roten Wolf im grünen Schafspelz“. Zwar betonte er die Gemeinsamkeiten mit der FDP in Fragen der Wirtschaftspolitik, aber „das heißt nicht, dass wir in dieser Koalition unsere Grundüberzeugung an der Garderobe abgeben.“ Er wünsche sich von „meinem Freund“ Guido mehr Gelassenheit, mehr Souveränität, wenn es um schwierige Fragen der Nation gehe. Dieser müsse nicht - wie kürzlich im Interview - sagen: „Ich kann auch anders.“ Seehofer verbarg beim Zitieren nicht seine Belustigung über diese Aussage: „Da beben die Alpen, da wackelt der Frankenwald, da schäumt der Chiemsee!“ Dies sei kein Tsunami, „das ist nur eine Westerwelle!“ Der Weg der Bayern werde so bleiben, wie er ihn von seinen Vorgängern übernommen habe. Und immer wieder sagte er: „Zuerst kommt Bayern“.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ging gestern in der Debatte über Hartz IV erneut deutlich auf Distanz zu Guido Westerwelle gegangen. „Das sind nicht meine Worte und das ist nicht mein Duktus“, sagte sie auf dem politischen Aschermittwoch der CDU in Demmin in Mecklenburg-Vorpommern.
Westerwelle: Verstoß gegen das Stammtisch-Gesetz
Hintergrund: Politischer Aschermittwoch
Wie aufgezogen
18.02.2010 | 00.59 Uhr | kom10
Hat man eine Rede westerwelles gehört ,hat man alle gehört.Er hat seit jahren dieselbe Platte aufgelegt, z.Z.mit einer etwas höheren Drehzahl was…
politischer Aschermittwoch
17.02.2010 | 17.47 Uhr | Hilfskraft
man könnte meinen, sie seien nur für ihre eigene Gaudi in Berlin.
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H.
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17.02.2010 | 17.22 Uhr | Aquarius_Jedermann
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