Erstellt 19.02.10, 14:11h
Nach der Prüfung werde der Rat voraussichtlich auf einer Sondersitzung im März über das weitere Vorgehen entscheiden, erläuterte Frechen. Dann könnte grünes Licht für den anvisierten sogenannten Heimfall gegeben werden, bei dem die Stadt nach dem Reinfall mit ausländischen Privatinvestoren wieder das Heft in die Hand bekäme. Ziel sei eine Fertigstellung des WCCB im Sommer 2011.
Der Stadtrat entschied außerdem, dass die drei schon bestehenden Bonner Kongress-Standorte Beethovenhalle, alter Bundestagsplenarsaal und Wasserwerk wieder unter städtische Regie kommen sollen. Damit soll ein weiterer und dauerhafter Betrieb gewährleistet werden. Wegen der unklaren Finanz- und Investorenlage war ein weiterer Betrieb dieser Standorte gefährdet.
Das WCCB sollte ursprünglich schon vor zwei Jahren fertig sein. Der Bau kostet mittlerweile auch deutlich mehr - rund 200 statt 140 Millionen Euro - als zu Beginn veranschlagt. Nach Insolvenzen, zu denen auch die Staatsanwaltschaft ermittelt, einem Baustopp und monatelangem Gezerre ist bislang unklar, wer den Bau weiterführen, finanzieren und betreiben soll. Der Bau mitsamt einem Sterne-Hotel direkt gegenüber dem alten Bundestagsgebäude und angrenzend an den UN-Campus soll ein Vorzeigeprojekt für Bonn werden und den UN-Standort festigen. (dpa)
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