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Kongresszentrum

Stadt will WCCB fertigstellen

Erstellt 19.02.10, 14:11h

Die Stadt Bonn will das internationale Kongresszentrum nun unbedingt fertigstellen. Ob dies mit einem neuen Investor geschieht, ist allerdings noch nicht klar. Auch die drei schon bestehenden Kongress-Standorte sollen in städtische Regie kommen.

Kongresszentrum WCCB
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Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch sieht sogar Chancen, das Konferenzzentrum in städtischer Regie fertig zu stellen. Die Stadt könne wieder Eigentümerin des Grundstücks werden. (Bild: FCB)
Kongresszentrum WCCB
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Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch sieht sogar Chancen, das Konferenzzentrum in städtischer Regie fertig zu stellen. Die Stadt könne wieder Eigentümerin des Grundstücks werden. (Bild: FCB)
Bonn - Nach dem Finanzskandal hat die Stadt Bonn nun den Fertigbau des internationalen Kongresszentrums fest ins Visier genommen. Die Verwaltung mit Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch (SPD) soll nach einem Ratsbeschluss nun detailliert Bedingungen und Rechtslage für die Rückführung des Grundstücks und Baus in städtisches Eigentum prüfen. Ob die Stadt dann das World Conference Center Bonn (WCCB) selbst fertigstellt oder mit einem neuen Investor sei noch offen, sagte Stadtsprecher Friedel Frechen am Freitag.

Nach der Prüfung werde der Rat voraussichtlich auf einer Sondersitzung im März über das weitere Vorgehen entscheiden, erläuterte Frechen. Dann könnte grünes Licht für den anvisierten sogenannten Heimfall gegeben werden, bei dem die Stadt nach dem Reinfall mit ausländischen Privatinvestoren wieder das Heft in die Hand bekäme. Ziel sei eine Fertigstellung des WCCB im Sommer 2011.

Der Stadtrat entschied außerdem, dass die drei schon bestehenden Bonner Kongress-Standorte Beethovenhalle, alter Bundestagsplenarsaal und Wasserwerk wieder unter städtische Regie kommen sollen. Damit soll ein weiterer und dauerhafter Betrieb gewährleistet werden. Wegen der unklaren Finanz- und Investorenlage war ein weiterer Betrieb dieser Standorte gefährdet.

Das WCCB sollte ursprünglich schon vor zwei Jahren fertig sein. Der Bau kostet mittlerweile auch deutlich mehr - rund 200 statt 140 Millionen Euro - als zu Beginn veranschlagt. Nach Insolvenzen, zu denen auch die Staatsanwaltschaft ermittelt, einem Baustopp und monatelangem Gezerre ist bislang unklar, wer den Bau weiterführen, finanzieren und betreiben soll. Der Bau mitsamt einem Sterne-Hotel direkt gegenüber dem alten Bundestagsgebäude und angrenzend an den UN-Campus soll ein Vorzeigeprojekt für Bonn werden und den UN-Standort festigen. (dpa)



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