Erstellt 19.02.10, 15:23h
Die Schau präsentiert Schätze aus Klöstern und Tempeln, die noch heute beim buddhistischen Ritual Verwendung finden und daher nur bei speziellen Zeremonien der Öffentlichkeit zugänglich sind. Zu den 117 Kunstobjekten gehören in leuchtenden Mineralfarben gemalte religiöse Rollbilder, sogenannte Thangkas, sowie vergoldete Plastiken und Ritualobjekte.
Fünf Jahre Vorbereitungszeit
Ein amerikanisches Expertenteam hat die Ausstellung "Bhutan - Heilige Kunst aus dem Himalaya" in fünfjähriger Vorbereitungszeit mit dem Innen- und Kulturministerium sowie dem Vorstand der Mönchsgemeinschaft des Königreichs Bhutan zusammengestellt. Das zwischen Indien und China gelegene Bhutan ist das einzige Land der Welt, in dem die tantrische Form des Buddhismus Staatsreligion ist. Die Regierung misst ihren Erfolg nicht nur am materiellen Aufschwung, vielmehr hat sie das "Bruttosozialglück" der rund 700.000 Bewohner und den Umweltschutz zu den wichtigsten Leitlinien erklärt.
Premiere hatte die Ausstellung vor zwei Jahren 2008 in den USA. In Europa zeigen nach dem Musée Guimet in Paris nur noch das Museum für Ostasiatische Kunst in Köln als einzige Station in Deutschland und anschließend das Museum Rietberg in Zürich die Tempelschätze Bhutans.
Zwei Mönche bei Ausstellung anwesend
Zwei Mönche aus dem Himalayaland bieten während der Ausstellung den Besuchern die seltene Gelegenheit, den tantrischen Buddhismus am Beispiel von zwei täglichen Reinigungszeremonien zu erleben. Außerdem streuen die Mönche über mehrere Wochen ein Sand-Mandala.
Die Ausstellung wird bis 24. Mai gezeigt. (ddp, ksta)
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