Von Tobias Kaufmann, 22.02.10, 13:13h, aktualisiert 22.02.10, 16:31h
Die Adresse des Hilferufs sind nicht nur Sponsoren und die Deutsche Eishockeyliga DEL, sondern sicher auch die Stadt Köln. Und da wird es angesichts der desaströsen kommunalen Finanzen delikat. Sollen die Kölner Steuerzahler einspringen, um eine Profi-Eishockey-Firma zu retten, die in eine – selbst verschuldete – Krise geraten ist? Hat Köln nicht in einem ähnlichen Fall im Vorjahr die Basketballer der Köln 99ers untergehen lassen?
Die Haie sind systemrelevant
Die Antwort lautet trotz alledem: Ja. Denn man kann die beiden Fälle nicht gleichsetzen. Die Kölner Haie sind nach dem 1. FC Köln die sportliche Institution dieser Stadt. Sie haben eine Bedeutung, die Kölns auf- und untergehende Basketballteams trotz aller Erfolge nie erreichten. Die emotionalen Argumente werden darüber hinaus von den rationalen geschlagen. Die Kölnarena wurde unter anderem als Spielstätte der Kölner Haie gebaut. Sie verlöre ohne Haie einen Teil ihrer wirtschaftlichen Basis – was am Ende die Kölner Steuerzahler mitbezahlen müssten. Kurz: Die Haie sind systemrelevant. Ein Ansatzpunkt wäre die hohe Arena-Miete, die es den Haien in sportlich schwachen Jahren kaum erlaubt, mit ihren Heimspielen genügend Geld zu verdienen – was wiederum eine Grundlage für sportlich bessere Zeiten wäre.
Ein Freifahrtschein sollte solches Entgegenkommen aber nicht sein. Den Haien das Leben zu retten ist das eine. Sie wieder in eine Form zu bringen, die alljährliche Hilfe-Rufe verhütet, ist dann die zweite, kompliziertere Aufgabe.
Insolvenz: Kölner Haien droht das Aus
Eishockey: Lustlose Haie müssen zittern
Monokultur?
25.02.2010 | 17.47 Uhr | Realstars
Ein Ende der Haie wäre nicht nur ein unglaublicher Verlust für Köln, sondern für das gesamte Eishockey in Deutschland und damit ein weiterer Schritt…
Fott es fott...
25.02.2010 | 01.40 Uhr | Höschen
...ich habe den KEK/KEC/Die Haie über 35 Jahre vefolgt. Kein Mitleid.
Zu übel, was da von diversen Selbstdarstellern gemurkst wurde.
Ende ist…
Hört endlich auf zu Weinen
24.02.2010 | 11.42 Uhr | frosewe
Immer wenns bei den Haien eng wird, setzt ein lautes Heulen und Klagen ein. Die böse Wirtschaftskrise ist schuld, oder der Puck ist zu rund, das Eis…
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