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Schulterschluss gegen „tagesschau.de“

Erstellt 24.02.10, 12:15h

Die WAZ-Mediengruppe und das Verlagshaus Gruner+Jahr einigen sich auf ein gemeinsames Vorgehen gegen die Nachrichten-Applikationen bei „tagesschau.de“. Das Angebot sei über eine „Zwangsabgabe“ finanziert.

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Umstritten: Die ARD-"Tagesschau" als App auf dem iPhone geben. (Bild: dpa)
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Umstritten: Die ARD-"Tagesschau" als App auf dem iPhone geben. (Bild: dpa)
MÜNCHEN - Die WAZ-Mediengruppe in Essen und das Hamburger Verlagshaus Gruner+Jahr üben den Schulterschluss gegen tagesschau.de. "Das Angebot tagesschau.de mit allen weiteren Angeboten wie auch den Apps ist über eine 'Zwangsabgabe' finanziert", sagten WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach und der G+J-Vorstandsvorsitzende Bernd Buchholz am Mittwoch in einer gemeinsamen Stellungnahme. Das Modell unterliege nicht den gleichen Marktgesetzen wie Businessmodelle der privaten Anbieter, die entweder auf Paid-Modellen, werbefinanzierten Modellen oder Mix-Modellen aufsetzten.

"Daher sollten alle, die den Marktgesetzen unterworfen sind, unabhängig davon, für welches Businessmodell sie sich entscheiden, gegen gebührenfinanzierte Apps im Schulterschluss vorgehen." Die Gratiskultur im Netz könne nicht die Zukunft für Qualitätsjournalismus sein, forderten die Verleger.

Für die gemeinsame Stellungnahme legten sie einen Streit über Nachrichten-Applikationen für sogenannte Smartphones, allen voran das iPhone, bei. Hombach hatte in Bezug auf die kostenlose App des G+J-Blattes "Financial Times Deutschland" gesagt, es sei ein Widerspruch, dass der Hamburger Verlag gegen die kostenlose 'Tagesschau'-App klagen will und gleichzeitig selbst ein solches Gratisangebot macht. (ddp)



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