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Flachbild-TV-Boom

Die Röhre ist passé

Erstellt 25.02.10, 12:00h, aktualisiert 19.05.10, 13:26h

Flachbildschirme haben sich in Deutschland endgültig durchgesetzt: Die Elektronikbranche erwartet dieses Jahr über neun Millionen verkaufte Geräte. Inzwischen stehen die „Flatscreens“ in rund zwei Dritteln aller Haushalte.

Alte Fernseher
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Alte Röhren sind passé. (Bild: dpa)
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Alte Röhren sind passé. (Bild: dpa)
NÜRNBERG - Die TV-Flachbildschirme erobern Deutschlands Wohnzimmer. Man rechne in diesem Jahr mit einer Rekordzahl von mehr als neun Millionen verkauften flachen Fernsehgeräten, teilte der Branchenverband gfu in Nürnberg mit. Dabei haben die für das hochauflösende Fernsehen (HDTV) geeigneten Geräte mit einem Anteil von mehr als 70 Prozent den Massenmarkt erreicht.

Wie die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) am Donnerstag berichtete, wurden bereits im vergangenen Jahr in Deutschland mehr als 8,3 Millionen Flachfernseher verkauft. Damit stünden nun bereits 25 Millionen LCD-und Plasma-TVs in den deutschen Haushalten - das heißt, dass rund zwei Drittel aller Haushalte über ein solches Gerät verfügen. Aufgrund des anhaltenden Preisverfalls sei der Umsatz aber nur um 5,5 Prozent auf knapp über sechs Milliarden Euro gestiegen.

Elektronikbranche von Krise kaum getroffen

Der gesamte deutsche Markt für Consumer Electronics-Produkte (CE) hat die Wirtschaftsflaute bisher unbeschadet überstanden. Der Umsatz sei 2009 mit 24,3 Milliarden Euro konstant geblieben, teilte der Verband mit. Für das laufende Jahr erwartet gfu-Chef Rainer Hecker erneut stabile Erlöse. Impulse soll insbesondere die Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer geben. Allerdings könne sich steigende Arbeitslosigkeit auch negativ auf die Marktentwicklung auswirken, gab Hecker zu bedenken.

Neben Fernsehgeräten verzeichneten 2009 auch MP3-Player, digitale Videoplayer, Digitalkameras sowie portable Navigationsgeräte gute Verkaufszahlen. Besonders stark war die Nachfrage nach Notebooks: Erstmals wurden mehr als 6,3 Millionen Stück verkauft, der Umsatz stieg um 22 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro.

Zu den Verlieren gehörten dagegen Mobiltelefone: Ihr Absatz sank um 21 Prozent auf 16,6 Millionen Stück. Die steigende Nachfrage nach sogenannten Smartphones, die für multimediale Inhalte geeignet sind, könne diesen Rückgang bisher nicht ausgleichen, erklärte gfu-Sprecher Roland Stehle. Insgesamt wurden mit Telekommunikationsprodukten für den privaten Gebrauch knapp 3,7 Milliarden Euro umgesetzt (minus 5,7 Prozent). (dpa, ksta)



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