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Ausstellung

„Stunksitzung“ hält Einzug ins Museum

Von Claudia Hauser, 26.02.10, 12:29h, aktualisiert 26.02.10, 17:24h

Pünktlich zum 25-jährigen Bestehen ist die „Stunksitzung“ museumsreif. Die Ausstellung „Karneval instandbesetzt?“ zeigt die provokativsten Sketche und zeichnet die Geschichte der alternativen Karnevalssitzung nach.

Kostüm der Nackt Putzen-Nummer
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Das Kostüm aus der Nummer „Nackt Putzen“ ist Teil der Austellung „Karneval instandbesetzt?“ im kölnischen Stadtmuseum, die an 25 Jahre Stunksitzung erinnern. (Bild: Rakoczy)
Kostüm der Nackt Putzen-Nummer
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Das Kostüm aus der Nummer „Nackt Putzen“ ist Teil der Austellung „Karneval instandbesetzt?“ im kölnischen Stadtmuseum, die an 25 Jahre Stunksitzung erinnern. (Bild: Rakoczy)
Innenstadt - Schlaff hängt es an der Wand, das hautfarbene Ganzkörperkostüm mit angeklebter Schambehaarung, das Martina Bajohr in der Nummer „Nackt Putzen“ bei der Stunksitzung 1994 / 95 getragen hat. Fans der Stunksitzung wird beim Anblick das Herz aufgehen. Das Kostüm ist eines der Exponate der neuen Ausstellung „Karnevel instandbesetzt? Politik, Provokation und Persiflage - 25 Jahre Stunksitzung“ im Kölnischen Stadtmuseum. „Die Stunker halten uns schon immer den Spiegel vor“, sagt Michael Euler-Schmidt, kommissarischer Direktor des Stadtmuseums. Die multimediale Ausstellung wurde von der „arge kulturidee“, einem Netzwerk von Kulturschaffenden, in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum und „Kultur im Westen e.V.“ entwickelt.

Nicht die Chronologie der Sitzung steht im Mittelpunkt, sondern ihre Inhalte - gegliedert in fünf Schwerpunkte. „Wir haben viel recherchiert und dabei viel gelacht“, sagt Georg Bungarten von der „arge kulturidee“. So werden etwa wichtige Ereignisse der vergangenen 25 Jahre - vom Golfkrieg, über den Tod Lady Dianas bis hin zu den Vorgängen um den Oppenheim-Esch-Fonds thematisiert.

Als Experiment einer Studentengruppe wurde die Stunksitzung 1984 unter dem Motto „Karneval instandbesetzt“ ins Leben gerufen. Die katholische Kirche war immer schon eine der Hauptzielscheiben der alternativen Stunker. So können Besucher der Ausstellung sich Jürgen Beckers legendäre „Meisner-Rede“ („Ever e Arschloch isse doch!“) aus der Session 1992 / 93 anschauen. Oder einmal die bunte Perücke anfassen, die Becker einst als „Irokesen-Heinz“ getragen hat.

Die Ausstellung im Kölnischen Stadtmuseum, Zeughausstraße 1-3, läuft bis 11. April. Wer seine Eintrittskarte zur Stunksitzung noch hat, bekommt einen Euro Ermäßigung. Das Buch „Karneval instandbesetzt? - Eine kritische Hommage“ kann über die Homepage bestellt werden.



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