Von Claudia Hauser, 26.02.10, 12:29h, aktualisiert 26.02.10, 17:24h
Nicht die Chronologie der Sitzung steht im Mittelpunkt, sondern ihre Inhalte - gegliedert in fünf Schwerpunkte. „Wir haben viel recherchiert und dabei viel gelacht“, sagt Georg Bungarten von der „arge kulturidee“. So werden etwa wichtige Ereignisse der vergangenen 25 Jahre - vom Golfkrieg, über den Tod Lady Dianas bis hin zu den Vorgängen um den Oppenheim-Esch-Fonds thematisiert.
Als Experiment einer Studentengruppe wurde die Stunksitzung 1984 unter dem Motto „Karneval instandbesetzt“ ins Leben gerufen. Die katholische Kirche war immer schon eine der Hauptzielscheiben der alternativen Stunker. So können Besucher der Ausstellung sich Jürgen Beckers legendäre „Meisner-Rede“ („Ever e Arschloch isse doch!“) aus der Session 1992 / 93 anschauen. Oder einmal die bunte Perücke anfassen, die Becker einst als „Irokesen-Heinz“ getragen hat.
Die Ausstellung im Kölnischen Stadtmuseum, Zeughausstraße 1-3, läuft bis 11. April. Wer seine Eintrittskarte zur Stunksitzung noch hat, bekommt einen Euro Ermäßigung. Das Buch „Karneval instandbesetzt? - Eine kritische Hommage“ kann über die Homepage bestellt werden.
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