Von Katrin Diener, 02.03.10, 10:05h, aktualisiert 02.03.10, 18:33h
Die Suche nach dem Leck gestaltet sich für die Mitarbeiter von Rhein-Energie als ungewöhnlich schwierig und langwierig. „Normalerweise finden wir so ein Loch sehr schnell“, sagte Arnold Sitte, Sprecher der Rhein-Energie. „aber durch Felsen und Schotter unter dem Asphalt verteilte sich das Gas gleichmäßig.“ Die Rhein-Energie-Mitarbeiter bohrten Löcher in den Straßenasphalt, sie saugten die Luft ab und maßen dann die Gaskonzentration der nachsteigende Luft. Am Nachmittag konnte so dann auch das Leck lokalisiert werden. Dabei handelte es sich um einen alten versiegelten Gasanschluss, eine unterirdische Zuleitung zu einem Haus, das dort vor vielen Jahren mal gestanden haben muss. Der Verschluss der Leitung war aufgebrochen.
„Es war nicht notwendig, die Patienten zu evakuieren und in ein anderes Haus zu verlegen“, sagte Feuerwehrsprecher Daniel Leupold, „denn im Gebäude selber wurde gar keine erhöhte Gaskonzentration festgestellt, sondern nur auf der Straße.“ Bedeutend gefährlicher wäre es daher gewesen, die 63 Patienten in ein anderes Gebäude zu bringen.
Doch vorsichtshalber hatten sich bereits einige Mitarbeiter der Unikliniken versammelt, um bei einer möglichen Evakuierung zu helfen. Nötig wurde das aber nicht. Trotzdem wurde der Ablauf in der Klinik stark eingeschränkt. Alle anstehenden Operationen für den Tag mussten abgesagt worden und zudem fiel der Unterricht in der anliegenden Schule für Physiotherapie aus.
„Die Menschen wurden zu anderen Patienten auf die Zimmer gebracht oder müssen zum Teil auf dem Gang liegen“, sagt Christoph Wanko, Sprecher der Uniklinik Köln. Davon waren 30 Patienten betroffen. Sieben, die pflegerisch schwer betreut werden mussten, wurden im Bettenhaus der Uni-Klinik Köln untergebracht. Erst am Nachmittag mit der Lokalisierung des Lecks und der Reparatur der Leitung konnten die Patienten in ihre Zimmer zurückkehren.
Bereits gegen 9.20 Uhr Uhr am Dienstagmorgen war die Feuerwehr alarmiert worden. Bauarbeiter hatten in der Baustelle einen Gasgeruch festgestellt. Hier entsteht gerade ein neues Forschungsgebäude, in dem sich Wissenschaftler mit dem Alterungsprozess der Menschen beschäftigen werden. Die rückte mit 17 Fahrzeugen und 50 Einsatzkräften an. Der gefährdete Bereich wurde weiträumig abgesperrt. Auf den Nachbarstraßen stauten sich die Autos bis um 17 Uhr die Mitarbeiter der Rhein-Energie den Schaden behoben hatten.
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