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Schnäppchensuche

Wie die Deutschen im Urlaub sparen

Erstellt 11.03.10, 10:52h

Um im Urlaub zu sparen, gibt es für die Deutschen ganz einfache Rezepte. Laut einer Analyse haben aber trotz der Folgen der Finanzkrise nicht viele Deutsche vor, in diesem Jahr weniger Geld in ihren Urlaub zu investieren.

Urlaub in Thailand
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Thailand ist eines der beliebtesten Reiseziele. (Bild: dpa)
Urlaub in Thailand
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Thailand ist eines der beliebtesten Reiseziele. (Bild: dpa)
Auf Sonderangebote achten, günstigere Ziele aussuchen oder weniger weit reisen: Das sind die Rezepte, mit denen die Deutschen in diesem Jahr beim Urlaub sparen wollen. Allerdings haben nur 10 Prozent der Bundesbürger tatsächlich vor, für das Reisen weniger Geld auszugeben als 2009. Für 59 Prozent ändert sich das Budget nicht, 11 Prozent wollen sogar mehr ausgeben als im Vorjahr. 20 Prozent sind noch unschlüssig, was ihre Reiseausgaben angeht. Das geht aus der repräsentativen Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) hervor, die am Mittwoch auf der Reisemesse ITB in Berlin (noch bis 14. März) vorgestellt wurde.

Vor allem die Suche nach Sonderangeboten dürfte viele Touristen beschäftigen, sagen die Reiseforscher voraus. 30 Prozent von denen, die sparen wollen oder noch unschlüssig sind, möchten verstärkt auf Schnäppchen achten. Es gebe eine „erhöhte Preissensibilität”, erklärte FUR-Geschäftsführer Peter Aderhold. Bei den Nebenkosten am Urlaubsort sparsamer sein wollen aus dieser Gruppe der Bevölkerung 19 Prozent. Statt einer langen Reise mehrere Kurztouren unternehmen nur 4 Prozent aller „Sparer” und der Unschlüssigen. Gar nicht in den Urlaub zu fahren, gehört für 22 Prozent von ihnen zum Sparkurs.

Insgesamt gehen die FUR-Forscher für das laufende Jahr aber von einem stabilen Reiseverhalten der Deutschen aus. Schon 2009 sei der Anteil derer, die eine Urlaubsreise von mindestens fünf Tagen Dauer unternommen haben, nur leicht von 76,2 auf 75,7 Prozent der Bevölkerung gesunken. Bereits seit Ende der 1990er Jahre schwankt dieser Wert um die 75-Prozent-Marke. Auch für 2010 seien die Reiseabsichten auf „gewohnt hohem Niveau”, sagte Prof. Martin Lohmann, der Wissenschaftliche Leiter der FUR. 14 Prozent der Befragten gaben an, die Reise schon gebucht zu haben.

Dass sie in jedem Fall verreisen, wissen weitere 43 Prozent. Nur 18 Prozent sind sicher, dass sie nicht verreisen werden oder dass ein Urlaub unwahrscheinlich ist - Anfang 2009 wurde der gleiche Wert registriert. Auf eine Urlaubsreise werde in Deutschland „erst verzichtet, wenn es nicht mehr anders geht”, erklärte Aderhold. Jeder Vierte (25 Prozent) ist noch unsicher, ob er auf Reisen geht.

Die Gründe dafür, nicht zu verreisen, haben sich nur wenig verändert: Jeder zweite derjenigen, die 2009 zu Hause blieben, nannte fehlendes Geld als Grund. Wegen beruflicher Belastung keine Zeit zu haben, gaben 11 Prozent an. Lieber mehrere Kurzreisen als eine längere Tour zu unternehmen, war für 9 Prozent ein Anlass für Urlaubsverzicht. Damit wichen die Zahlen nicht wesentlich von denen des Jahres 2005 ab.

Veränderungen verzeichnen die Wissenschaftler bei der Frage, wo und wie ein Urlaub gebucht wird: Im Jahr 2009 entschied sich jeder dritte Reisende (33 Prozent) dazu, die Unterkunft einzeln zu buchen. Pauschal- und Bausteinangebote von Veranstaltern wurden von 45 Prozent gewählt. Immer stärker gehen die Deutschen beim Buchen zudem online: 12 Prozent aller Reiseverträge wurden über Internetportale geschlossen - im Jahr 2005 waren es erst 7 Prozent. Der Anteil der Reisebürobuchungen sank im gleichen Zeitraum von 44 auf 37 Prozent.

Wie die Reiseanalyse weiter ergab, führten im vergangenen Jahr 32,5 Prozent aller Urlaubsreisen zu Zielen in Deutschland - ein Plus von 1,3 Prozentpunkten. Bayern konnte mit einem Anteil von 6,7 Prozent aller Reisen nur noch knapp seinen Vorsprung vor Mecklenburg- Vorpommern (6,5 Prozent) halten. Die durchschnittliche Reisedauer ging von 12,5 auf 12,2 Tage zurück. Auch bei den Ausgaben gab es ein Minus: Im Schnitt ließen sich die Bundesbürger ihre Reise 820 Euro pro Person kosten. Im Jahr 2008 waren es noch 834 Euro. (dpa)



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