Erstellt 11.03.10, 12:24h, aktualisiert 11.03.10, 12:34h
Sie kam bei dem Unfall am Dienstag mit leichten Verletzungen davon. Es ist der zweite Prius binnen kürzester Zeit, der in den USA für öffentliche Aufmerksamkeit sorgt. Erst am Sonntag war eines der Hybridautos unkontrolliert über eine Schnellstraße gerast. Der Fahrer sagte, sein Gaspedal habe sich verklemmt.
Beide Fälle schaut sich die Verkehrssicherheitsbehörde an. Sie steht unter starkem politischen Druck: In der Vergangenheit wurde ihr vorgeworfen, zu lasch mit Toyota umgegangen zu sein. Bereits vor Jahren hatten sich die Beschwerden von Fahrern gehäuft, der große Rückruf mit inzwischen 8,5 Millionen Autos begann indes erst Ende vergangenen Jahres und setzte sich Anfang diesen Jahres fort.
Der Prius der Modelljahre 2004 bis 2009 gehört zu den Fahrzeugen, die Toyota wegen rutschender Fußmatten zurückgerufen hat. Noch fehlt indes eine Lösung für das Problem, dass sich der Teppich so unter das Gaspedal schiebt, dass dieses festhängt. Der neuere Prius des Modelljahrs 2010 muss wegen Fehlern im Bremssystem in die Werkstätten. Auf unebener Fahrbahn können die Bremsen kurzzeitig aussetzen. Toyota korrigiert das mit einer neuen Software.
ksta.tv: Toyota-Chef entschuldigt sich
Die diversen Fehler betreffen insgesamt ein Dutzend Modelle. Für die meiste Aufmerksamkeit hatten die Gaspedale gesorgt, die von sich aus klemmen. Hier bietet Toyota seit einigen Wochen Abhilfe an. Mehr als eine Millionen Autos sind bereits repariert. US-Politiker hegen jedoch Zweifel daran, dass der Fehler damit beseitigt ist. Sie vermuten die wahren Gründe für das ungewollte Beschleunigen in der Elektronik. Toyota hat dies wiederholt zurückgewiesen.
Drei von vier Autos, die Toyota weltweit zurückruft, rollen in den USA. Die Vereinigten Staaten sind der mit Abstand wichtigste Auslandsmarkt für den japanischen Hersteller. Zuletzt musste Toyota hier herbe Absatzeinbußen hinnehmen. Großzügige Rabatte sollen im laufenden Monat die Wende bringen, allerdings zu Lasten des Gewinns.
Indessen muss nun auch der Kleinwagenhersteller Daihatsu, Tochter von Toyota, fast 275 000 Autos in Japan wegen möglicher Defekte in die Werkstätten zurückrufen. Die Probleme betreffen vor allem fehlende oder lockere Schrauben bei der Radaufhängung.
(dpa)
Es ist mehr als nur Panikmache
11.03.2010 | 19.35 Uhr | BamaMan
Das ganze hat hier in den USA politische Dimensionen angenommen. Es geht nur darum, die amerikanischen (fast bankrotten) Hersteller zu staerken zu…
Pure Panikmache
11.03.2010 | 14.01 Uhr | reinergu
Ich selber fahre einen Prius und bin mehr als zufrieden mit dem Fahrzeug.
Die Frage die ich mir stelle ist wie dumm manche Leute eigentlich sind.…
Fahrfehler?
11.03.2010 | 13.27 Uhr | Pixelschubser
Die Schilderungen beider Unfälle sprechen eine deutliche Sprache - und sie sprechen in erster Linie von Fehlern der Autofahrer. Natürlich dürfen sich…
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