Schriftgröße

Südamerika

Erde bebt heftig in Chile

Erstellt 11.03.10, 16:29h, aktualisiert 11.03.10, 18:31h

Chile ist erneut von heftigen Nachbeben heimgesucht worden. Die Erschütterungen ereigneten sich wenige Minuten vor der Vereidigung des neuen Präsidenten. Menschen rannten in Panik auf die Straßen. Eine Tsunami-Warnung wurde herausgegeben.

Chile
Bild vergrößern
Folgen des Erdbebens vor zwei Wochen: Zerstörte Häuser im Ort Constitucion südlich von Santiago. (Bild: rtr)
Chile
Bild verkleinern
Folgen des Erdbebens vor zwei Wochen: Zerstörte Häuser im Ort Constitucion südlich von Santiago. (Bild: rtr)
Chile
Bild verkleinern
Bei dem Beben vor zwei Wochen stürzten in Chile zahllose Gebäude ein wie hier in der Stadt Concepcion.
Chile
SANTIAGO DE CHILE - Heftige Nachbeben haben Chile am Donnerstag erschüttert. Die Erde bebte wenige Minuten, bevor der neue Präsident Sebastián Pi¦era seinen Amtseid ablegte. Menschen rannten in Panik auf die Straßen. Die Marine gab eine Tsunami-Warnung heraus und tausende Menschen flohen aus küstennahen Orten in höher gelegene Regionen. Das Epizentrum des Bebens, dessen kräftigster Stoß nach korrigierten Angaben der US-Erdbebenwarte die Stärke 6,9 erreichte, lag etwa 145 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago und 105 Kilometer westlich der Stadt Rancagua.

In einigen Gegenden fiel vorübergehend der Strom aus und das Telefonnetz brach zusammen. Am 27. Februar waren bei einem Jahrhundertbeben der Stärke 8,8 fast 500 Menschen in dem südamerikanischen Land ums Leben gekommen.

Ausländische Gäste der Amtsübernahme von Präsident Pi¦era, darunter viele Staatschefs, betraten gerade das Parlamentsgebäude in Valparaiso, als die Erde heftig zu beben begann. Im Fernsehen waren Menschen zu sehen, die aus dem Gebäude ins Freie rannten. Nachrichtensprecher im Fernsehen blickten besorgt zur Studiodecke, während das Bild wackelte. Unmittelbar nach dem Amtseid Pi¦eras wurde das Gebäude geräumt.

Pi¦eras rief in seiner ersten Erklärung als Präsident die Menschen auf, die Warnungen der Behörden vor einem Tsunami ernst zu nehmen. Über neue Opfer, Schäden oder eine solche Flutwelle im Meer wurde zunächst jedoch nichts bekannt. Der peruanische Präsident Alan Garcia zeigte sich angesichts der Erdbeben nervenstark: "Wir wollen ja nichts dramatisieren. Das war ein Erdstoß. So etwas haben wir in Lima dauernd", sagte er.

„Nachbeben liegt im Rahmen des Normalen“

Der Direktor der Abteilung Geodynamik am Deutschen Geoforschungszentrum Potsdam, Onno Oncken, sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa: "Dieses Nachbeben liegt im Rahmen des Normalen. (...) So eine Serie von Nachbeben kann ein, zwei Jahre dauern. Erst dann tritt wieder Normalität ein - falls man davon in diesem Gebiet mit dieser geologischen Situation überhaupt reden kann. Da schieben sich zwei geologische Platten übereinander - da rappelt es ständig."

Amtsvorgängerin Michelle Bachelet hinterlässt Pi¦era ein finanzielles Polster von knapp 15 Milliarden Dollar (etwa 11 Milliarden Euro). Dieses Geld steht Pi¦era zur Verfügung, um Erdbebenschäden in Milliardenhöhe zu beheben und den etwa zwei Millionen Opfern zu helfen. Pi¦era, der in der Forbesliste der reichsten Menschen der Welt mit einem Vermögen von 2,2 Milliarden Dollar auf Platz 437 liegt, löste die Mitte-Links-Koalition Concertación nach 20 Jahren ununterbrochener Regierungszeit ab. (dpa)



Den Kölner Stadt-Anzeiger im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Newsticker


Anzeige


RHEINLAND WETTER


Bildergalerien



Aus dem Netz


ksta.de auf Facebook

KSTA auf Facebook



Mein ksta.de


Stadtmenschen Community



Die 5 beliebtesten Pausenspiele

Mahjongg Fortuna
Zuma
Zuma »
1507 Spieler
Bookworm
Bookworm »
1263 Spieler
Bubble Shooter
Bubble Shooter »
1034 Spieler
Bejeweled 2
Bejeweled 2 »
956 Spieler

Extra


Dienste