Von Peter Hahne und Friedemann Siering, 11.03.10, 17:47h, aktualisiert 12.03.10, 17:09h
Nachfrage aus den USA
Superbenzin, teilt der MWV mit, sei im Vergleich zum letzten Quartal 2009 derzeit um zehn Prozent teurer. Zur Begründung für die hohen Spritpreise müssen einmal mehr auch die Amis herhalten. Denn die Amerikaner decken sich für ihre anstehende „driving season“ bald mit Sprit in Rotterdam ein, weil die Raffineriekapazitäten im Land der großen Autos nicht ausreichen, um die Tanks texanischer Geländewagen und Pick-Ups zu befüllen. Noch ein wenig „Spekulationen an den internationalen Rohölmärkten“, wie der MWV erläutert, der Hinweis auf die Konjunktur in Asien - fertig ist die übliche Argumentationskette.
Der Lobby-Verband will vor allem das Argument der Automobilclubs entkräften, wonach die Ölpreise von derzeit gut 80 Dollar je Fass und Rekordpreise an den Zapfsäulen sich einfach nicht vertrügen. Die Clubs rufen „Abzocke“ und „Spritwucher“, der europäische Automobilclub ACE und der ADAC sind sich einig, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugehen kann.
Der ACE argumentiert: Im Rekordsommer 2008 habe ein Barrel (159 Liter) Rohöl bei 150 Dollar notiert und der Super-Preis in Deutschland bei 1,50 Euro. Heute koste das Fass Brent mit rund 80 Dollar kaum mehr als die Hälfte, und der Liter Super liege bei mehr als 1,40 Euro. Der ACE klagt politische Maßnahmen „gegen Wucherpreise und Ölpreisspekulanten“ ein. Bis hin zu „Marktentflechtungen“, im Klartext also eine Zerschlagung von Aral, Shell und Co. kann sich der ACE vorstellen.
Dazu wird es freilich in absehbarer Zeit nicht kommen. Bereits dem Bundeskartellamt ist es in den letzten Jahren in aufwändig angelegten Sektoranalysen nicht gelungen, den Multis Preisabsprachen nachzuweisen. Detlef Brandenburg, Sprecher des deutschen Marktführers Aral, hält den Vergleich der Spritpreise mit dem Rohölpreis für irreführend, „das kann man nicht eins zu eins umrechnen“. Wesentlich für die Kalkulation der Tankstellenbetreiber sei der „Produktpreis“, der von den Raffinerien für das gelieferte Benzin je Tonne in Rechnung gestellt werde. Und der sei seit Anfang Februar von 480 auf jetzt 580 Euro gestiegen. „Der Produktpreis kann steigen, ohne dass sich beim Rohölpreis das Geringste tut.“
Kommentar zu Benzinpreisen: Finanzminister profitiert am meisten
Aufregen
15.03.2010 | 14.42 Uhr | Vossibaer
lohnt sich nicht....wir machen doch nix dran. Die werden uns weiterhin melken wie die Kühe weil sie wissen, dass einige gar nicht ohne Auto klar…
Fahrt doch mit Gas
15.03.2010 | 11.18 Uhr | Cooka
ich zahle aktuell 0,589 Euro / Liter Gas und gehe jedes Mal mit einem Lächeln zur Kasse. Die Umrüstung hat sich bei mir nach 11 Monaten amortisiert…
Balkonien hin und zurück 0,00 €
12.03.2010 | 13.53 Uhr | Haarspalter
Ostern schön das Auto in der Garage lassen, und Zuhause bleiben. Mal wieder die Freizeitangebote der Gegend nutzen.
Wenn das Wetter mitspielt viel…
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