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Arbeitsmarkt

Ausblick hellt sich immer mehr auf

Erstellt 12.03.10, 17:55h

Die Horrorszenarien treffen vielleicht doch nicht ein: Das IAB-Forschungsinstitut rechnet für 2010 nur noch mit einem Anstieg der durchschnittlichen Arbeitslosenzahl auf rund 3,5 Millionen. Die Forscher sind damit optimistischer als die Bundesregierung.

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Die IAB-Forscher erwarten einen Anstieg auf 3,5 Millionen Arbeitslose. (Bild: dpa)
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Die IAB-Forscher erwarten einen Anstieg auf 3,5 Millionen Arbeitslose. (Bild: dpa)
BERLIN - Kaum ein Jahr nach dem stärksten Wirtschaftseinbruch der Nachkriegszeit wird der Ausblick auf den deutschen Arbeitsmarkt immer zuversichtlicher. Das IAB-Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit rechnet für dieses Jahr nur noch mit einem Anstieg der durchschnittlichen Arbeitslosenzahl um 120.000 auf rund 3,5 Millionen. Die Konjunkturexpertin des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Sabine Klinger, nannte es "sehr, sehr unwahrscheinlich", dass die Vier-Millionen-Marke 2010 auch nur in einem einzigen Monat erreicht wird. Für 2011 rechnet das IAB mit keinem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit.

Die IAB-Forscher sind damit deutlich zuversichtlicher als die Bundesregierung, die im Januar noch von 3,7 Millionen Arbeitslosen im Jahresschnitt ausging. Die Regierung legt im April eine neue Prognose vor. Vor neun Monaten hatte das IAB für 2010 noch mit 4,5 Millionen Arbeitslosen gerechnet. Entscheidend für die weitaus bessere Entwicklung war demnach die Flexibilität der Betriebe durch Verkürzungen der Arbeitszeit, Abbau von Arbeitszeitkonten und die hohe Inanspruchnahme der Kurzarbeit. "Alles in allem konnten durch flexible Arbeitszeiten ungefähr eine Million Jobs gesichert werden", sagte Klinger.

Bei ihrer Prognose legen die Experten ein Wirtschaftswachstum für 2010 von 1,75 Prozent zugrunde. Sie rechnen mit einem Rückgang der Erwerbstätigenzahl um rund 230.000 auf knapp 40,04 Millionen. Da das Arbeitskräfteangebot vor allem aus Demographiegründen um 110.000 zurückgehe, bleibe unter dem Strich ein Anstieg der Arbeitslosenzahl um 120.000. (rtr)



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