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Oskar Lafontaine

Niemals geht man so ganz...

Erstellt 13.03.10, 11:35h, aktualisiert 13.03.10, 15:26h

Der Noch-Vorsitzende der Linken will sich auch vom Saarland aus in die Bundespolitik einmischen. Seine Krebs-OP habe er gut überstanden, so Lafontaine. Er sieht die Partei trotz der Querelen weiterhin im zweistelligen Bereich.

Oskar Lafontaine
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Oskar Lafontaine (Bild: dpa)
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Oskar Lafontaine (Bild: dpa)
DRESDEN - Der scheidende Linkspartei-Chef Oskar Lafontaine will sich weiterhin stark in die Bundespolitik einbringen. "Wenn die politische Konkurrenz hofft, ich sei ganz von der Bildfläche verschwunden, irrt sie", sagte Lafontaine der in Dresden erscheinenden "Sächsischen Zeitung" (Samstagausgabe). Seine Krebsoperation habe er gut überstanden.

Bei der ersten Nachuntersuchung sei "alles im Normbereich" gewesen, sagte Lafontaine. Natürlich sei die schwere Operation im November ein Einschnitt gewesen. Er lebe aber "jetzt wie vorher, ohne größere Beeinträchtigungen".

"Linke weiter stabil bei elf, zwölf Prozent"

Lafontaine kündigte an, er werde "selbstverständlich" über die ganze Wahlperiode Fraktionsvorsitzender der Linken im Saarland bleiben und sich zugleich "wie bisher auch auf Bundesebene in die grundsätzlichen politischen Debatten einschalten. Das erwartet man auch von mir", stellte er klar.

Dass das Projekt Linkspartei wegen innerparteilicher Querelen noch scheitern könne, glaubt Lafontaine nicht: "Trotz der überflüssigen Auseinandersetzungen liegt die Linke weiter stabil bei elf, zwölf Prozent. Die Chancen, in den Landtag von NRW einzuziehen, stehen gut: Die Linke ist weiter auf dem Vormarsch."

Der designierte neue Linkspartei-Vorsitzende Klaus Ernst will seinen scheidenden Vorgänger unterdessen keinesfalls missen. "Wir brauchen Lafontaines Rat nach wie vor", sagte Ernst der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". (ddp)



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