Erstellt 14.03.10, 08:51h, aktualisiert 14.03.10, 13:20h
Der Auftritt des FDP-Bundesvorsitzenden beim Landesparteitag in Siegen war der erste offizielle nach der Rückkehr Westerwelles von seiner einwöchigen Südamerika-Reise. Ihm wird vorgeworfen, er habe befreundete Geschäftsleute mit auf seine Reisen genommen. Westerwelle hat die Kritik als "Verleumdungskampagne" bezeichnet, mit der die Opposition im Mai einen Regierungswechsel bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen erreichen wolle.
FDP-Generalsekretär Christian Lindner sprach sich dafür aus, die Verbindung von Politikern und Geschäftsleuten zu akzeptieren. "Es ist eben eine Realität, dass Spitzenpolitiker persönliche Netzwerke haben", sagte er dem Berliner "Tagesspiegel" (Sonntag). Auch der ehemalige Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) habe "einen befreundeten Anwalt zu elf Reisen eingeladen", und der jetzige SPD- Vorsitzende Sigmar Gabriel habe "als Politiker das VW-Gesetz verteidigt und als privater Berater von VW 130 000 Euro Honorar erhalten". Lindner sagte, er wolle daraus keine Vorwürfe ableiten. "Das muss man akzeptieren."
„Kampagne“
Der FDP-Fraktionsvorsitzende im Landtag von Schleswig-Holstein, Wolfgang Kubicki, wies die Vorwürfe gegen Westerwelle zurück. "Ich bin empört und entsetzt darüber, wie mit Guido Westerwelle umgegangen wird", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Dies sei eine Kampagne gegen Westerwelle, die existenzvernichtende Qualität bekomme. "Hier soll ein Mensch nicht nur politisch, sondern auch persönlich vernichtet werden."
Auch FDP-Fraktionschefin Birgit Homburger verteidigte Westerwelle gegen den von Oppositionspolitikern erhobenen Vorwurf der Günstlingswirtschaft. SPD, Grüne und Linke inszenierten "ein durchsichtiges innenpolitisches Spektakel, um ihre eigene Konzeptionslosigkeit zu vertuschen", sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag) in ihrer ersten Stellungnahme zu den seit Tagen erhobenen Vorwürfen. Homburger bescheinigte Westerwelle eine starke Position in seinen beiden Ämtern. Er mache "als Außenminister eine ebenso gute Arbeit wie als FDP-Bundesvorsitzender".
Nach tagelanger Kritik an Westerwelle hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ihren Stellvertreter am Freitag in Schutz genommen. Sie gab dem FDP-Chef über eine Sprecherin in einer knappen Erklärung Rückendeckung. Westerwelle sagte der "Welt am Sonntag", es gebe im Auswärtigen Amt ein eingespieltes Verfahren zur Auswahl von Delegationsgästen. "Allerdings lege ich besonderen Wert auch auf die Teilnahme kleinerer und mittlerer Firmen und nicht nur der Großindustrie." (ksta, dpa)
Auslandsreisen: FDP-Chef spricht von Verleumdung
FDP-Parteitag: FDP schießt sich auf Grüne ein
Ex-Außenminister: Genscher übt Kritik an FDP-Chef
Sponsoring: Mehrheit vermutet Käuflichkeit
Westerwelle: Außenminister in Schieflage
Patrick Kurth: FDP-Abgeordneter sieht Berliner Koalition in Gefahr
In seltenen Augenblicken sagt sogar WW die Wahrheit
14.03.2010 | 14.16 Uhr | Jan P
Eigentlich sagt der [gelöscht, die Admins] WW (linksparanoid, stark eingeschränkte Realitäts-Wahrnehmung, Kritikunfähigkeit, extreme Ich-Bezogenheit…
Soweit die Antwort des Außenministers,
14.03.2010 | 13.18 Uhr | gdeiters
die nachträglich in den ursprünglichen Artikel eingefügt wurde, zutrifft, kann ich mir nur an den Kopf packen.
Hier werden die Vorwürfe so…
ZURÜCKTRETEN!!!
14.03.2010 | 13.11 Uhr | Arno Dübel
Dieser peinliche FDP-Korrupti soll endlich weg vom Fenster! Final! Wir brauchen so einen in Deutschland nicht! SOeiner soll Deutschland nicht in der…
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige

Frankfurter Rundschau
Neonazi-Trio - BKA löscht Daten über Zwickauer ZelleDSDS - Dieter, verschone uns

EXPRESS
3:0-Sieg gegen Schalke - Currywurst-Prämie! Fohlen scharf auf TitelDSDS nach Recall-Abbruch - Kann Ole die Jury diesmal überzeugen?

Spiegel Online
Spott im Namen Darwins: Fisch frisst FischKochen für Experten: Hier werden Sie zum Küchenmeister