Schriftgröße

Regionalwahlen

Stimmungstest für Sarkozy

Erstellt 14.03.10, 09:16h

Die erste Runde der Regionalwahlen in Frankreich hat am Sonntag begonnen. Der Urnengang gilt als Stimmungstest für Präsident Nicolas Sarkozy. Seit der letzten Wahl vor sechs Jahren werden die Regionen überwiegend links regiert.

Sarkozy
Bild vergrößern
Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy (Bild: Getty)
Sarkozy
Bild verkleinern
Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy (Bild: Getty)
PARIS - In Frankreich hat die erste Runde der Regionalwahlen begonnen, die als Stimmungstest für Präsident Nicolas Sarkozy gelten. 44,3 Millionen Wahlberechtigte sind seit Sonntagmorgen aufgerufen, ihre Vertreter in den 26 Regionen Frankreichs zu bestimmen. Die zweite Runde findet am kommenden Sonntag statt. An ihr können alle Parteien teilnehmen, die im ersten Durchgang mehr als zehn Prozent der Stimmen erhalten.

Verliert Sarkozy Korsika und das Elsass?

Im europäischen Teil Frankreichs werden 20 von 22 Regionen seit der letzten Wahl von 2004 von den oppositionellen Sozialisten beziehungsweise Linksbündnissen regiert. Nach Umfragen könnte Sarkozys konservative Regierungspartei UMP nun auch noch Korsika und das Elsass als letzte Gebiete an Koalitionen mit Linksparteien verlieren. In Frankreichs Überseegebieten gibt es vier Regionen, die sich entweder in den Händen von Linksbündnissen oder von örtlichen Parteien befinden.

Der 2007 gewählte Präsident Sarkozy hat im Vorfeld der Wahl ausgeschlossen, bei einem schlechten Abschneiden seiner Partei die Regierung umzubilden. Ein klarer Sieg der Linken würde aber Sozialistenchefin Martine Aubry stärken, die lange in einem Machtkampf mit der ehemaligen sozialistischen Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal gestanden hatte.

Die französischen Regionen nehmen neben Départements, Kommunen und der Zentralregierung staatliche Aufgaben wahr. Sie sind unter anderem für Verkehrsprojekte, einen Teil der Schulen und Wirtschaftsförderung zuständig. Ihr Jahresbudget liegt bei rund 27 Milliarden Euro. (afp)



Den Kölner Stadt-Anzeiger im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Newsticker


Anzeige


Umfrage

Protestieren Sie gegen ACTA?
Bundesweit sind Proteste gegen das internationale Handelsabkommen ACTA geplant. Es sieht unter anderem vor, Urheberrechtsverletzungen strenger zu ahnden. Kritiker befürchten Zensur und Überwachung vor allem im Internet. Beteiligen Sie sich am Protest?

Bildergalerien


Jahresrückblick


ksta-blogs.de


Kölner Stadt-Anzeiger auf dem iPad


Neue Videos – Politik/Nachrichten




Meistgelesene Artikel


Kolumne


Hintergrund


Die andere Meinung


Mein ksta.de


Forum


Brutto / Netto Rechner

Optimieren Sie Ihr Gehalt:
Bruttogehalt (Euro mtl.) Steuerklasse

Dienste