Erstellt 14.03.10, 15:21h
Bei den Selbstmordanschlägen am Samstagabend hätten auch 13 Polizisten ihr Leben verloren, teilte das Innenministerium weiter mit. Durch Explosionen und Schusswechsel seien zudem 25 Geschäfte und mehr als 40 Wohnhäuser zerstört oder beschädigt worden. Insgesamt seien mindestens fünf Angreifer an der Aktion beteiligt gewesen. Präsident Hamid Karsai verurteilte den Terrorangriff scharf.
Hauptziel der Terroraktion war nach Angaben der Provinzregierung ein Gefängnis, in dem zahlreiche Aufständische gefangen gehalten werden. Einer der Attentäter habe sich vor dem Tor in einem mit 700 Kilogramm Sprengstoff beladenen Fahrzeug in die Luft gesprengt, sagte Kandahars Gouverneur Tooryalai Wesa. Den Angreifern sei es aber nicht gelungen, in die Gebäude einzudringen. Aufständische hatten das Gefängnis bereits im Juni 2008 angegriffen und fast 1000 Gefangene befreit, darunter mehrere Hundert militante Islamisten. Nach der Explosion vor dem Gefängnis hätten bewaffnete Extremisten das Haus des Polizeichefs der Stadt sowie zwei Märkte angegriffen, so Wesa.
Warnung an die internationalen Truppen
Taliban-Sprecher Kari Jussif Ahmadi erklärte, die Angriffe seien eine Warnung an die internationalen Truppen in Afghanistan. "Unsere Kämpfer haben NATO- und US-Truppen gezeigt, dass ihnen der Start einer neuen Offensive teuer zu stehen kommen würde." Gegenwärtig läuft in der Nachbarprovinz Helmand die Operation "Mushtarak", an der etwa 15 000 afghanische und ausländische Soldaten beteiligt sind. Nach Informationen aus der Internationalen Schutztruppe ISAF könnte sie der Auftakt für eine noch größere Offensive gegen die Taliban in deren Hochburg Kandahar sein.
In Helmands Provinzhauptstadt Laschkarga töteten Soldaten unterdessen einen ranghohen Taliban-Kommandeur. Wie die NATO-geführte Schutztruppe am Sonntag mitteilte, war der Mann an der Vorbereitung zahlreicher Anschläge gegen Sicherheitskräfte beteiligt. Ebenfalls in Helmand starben am Sonntag ein Ehepaar und deren Kind bei der Explosion eines Sprengsatzes. Das teilte das Verteidigungsministerium mit. Den Angaben zufolge kamen in der östlichen Provinz Kunar zudem sechs Extremisten bei einer Militäroperation ums Leben. (dpa)
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige
Podolski bitter enttäuscht vom FC
Popstar Whitney Houston ist tot
Polizei findet menschliche Knochen

Frankfurter Rundschau
Stuttgart 21 - Geißler erinnert die Bahn an ihr VersprechenProteste - Portugal begehrt auf

EXPRESS
Köln - HSV im Liveticker - Trifft Nova gegen seinen Lieblingsgegner?Eisschollen am Rhein - Grönland? Nein: Rheinland!

Spiegel Online
Neonazi-Gruppierung NSU: DVD-Verleiher weist Vorwurf der Terrorhilfe zurückReferenden zur Euro-Rettung: Seehofer ist das Volk