Von Tim Stinauer, 15.03.10, 12:13h, aktualisiert 16.03.10, 13:51h
Um kurz nach neun Uhr machen Spaziergänger am Ufer des Sees in der Nähe des Hüttenwegs eine verdächtige Entdeckung: Neben einem Baum liegen eine Decke, ein Kinderfahrrad, ein Handy und eine Spielzeugpistole. „Es sah aus wie nach einem Picknick“, berichtet eine Polizeisprecherin. Weil aber weit und breit niemand zu sehen ist, entschließen sich die Zeugen, die Polizei zu rufen. Taucher werden angefordert. Nach kurzer Suche finden sie die Leichen in dem eiskalten See.
Ermittler einer Mordkommission und zwei Rechtsmedizinerinnen werfen einen genauen Blick auf die leblosen Körper und erkennen keine äußeren Verletzungen. Um die Todesursachen zu klären, sollen die beiden Körper am heutigen Dienstag obduziert werden.
Keine Anzeichen für Gefährlichkeit
Wie zu erfahren war, lebte Altin S. in Kalk, sein Sohn Hamdi zuletzt in einem Kinderheim im Kölner Westen. Am Sonntag sollen Vater und Sohn zu einem Ausflug aufgebrochen sein - offenbar mit dem Einverständnis der Mutter, die von Altin S. in Scheidung lebte. Vor vier Jahren hatte sich das Paar getrennt.
Als ihr Ex-Mann und ihr Sohn am Abend noch nicht zurückgekehrt sind, macht sich die Mutter Sorgen. Sie weiß nicht, dass die beiden zu dem Baggersee gefahren sind, der nur wenige hundert Meter von ihrer Wohnung entfernt liegt.
Auf dem Handy erreicht sie Altin S. nicht. Auch die Mitarbeiter des Kinderheims wissen nicht, wo die beiden sind. Schließlich meldet die Mutter ihren Sohn und den Ex-Mann bei der Polizei als vermisst.
Zu diesem Zeitpunkt habe kein Anlass bestanden, davon auszugehen, dass von Altin S. eine Gefährdung ausgehe, berichtete ein Fahnder. Als die Beamten am nächsten Morgen den verdächtigen Picknickplatz in Rath absuchen und das Handy finden, ermitteln sie anhand der gespeicherten Nummern schnell, dass das Telefon offenbar dem vermissten Neunjährigen oder seinem Vater gehört. Kurz darauf werden die Leichen aus dem See gezogen.
Jugendämter müssen umdenken
19.03.2010 | 13.32 Uhr | vielnick
weg von der derzeitigen politisch correct vorgeschriebenen Generallinie; Der Mann (Vater) ist schuld
@stefbuhr
18.03.2010 | 11.31 Uhr | Finny27
Danke für Deinen sachlichen und mitfühlenden Kommentar! Ich kannte die beiden und habe selbst noch vor 2 Wochen mit ihnen gesprochen. Es deutete…
Jugendamt
18.03.2010 | 09.21 Uhr | stefbuhr
In dieser Tragödie gibt es eine Mutter, die mit der Erziehung ihres Sohnes überfordert ist und deshalb das Jugendamt um Mithilfe bittet. Die Mutter…
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