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Schauspielhaus

Riphahn-Erben wollen klagen

Von Christian Hümmeler, 15.03.10, 14:44h, aktualisiert 23.03.10, 13:09h

Die Erben des Architekten Riphahn, der die Kölner Oper und das Schauspielhaus entworfen hat, erwägen eine Klage gegen die Stadt, um den geplanten Abriss des Theaters zu verhindern. Sie erteilten ihrem Rechtsanwalt eine entsprechende Vollmacht.

Schauspielhaus Oper Köln
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Um die Sanierung bzw. den Neubau des Schauspielhauses ist ein Streit entbrannt. (Bild: Worring)
Schauspielhaus Oper Köln
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Um die Sanierung bzw. den Neubau des Schauspielhauses ist ein Streit entbrannt. (Bild: Worring)
Köln - Die Erben des Kölner Architekten Wilhelm Riphahn drohen mit einer Klage, sollte die Stadt das von Riphahn entworfene Schauspielhaus wie geplant und beschlossen abreißen. In einem Schreiben an Oberbürgermeister Jürgen Roters erklärt Rechtsanwalt Rainer Jacobs, der die Riphahn-Erben vertritt, dass Oper, Schauspiel und Theaterrestaurant am Offenbachplatz ein „in sich geschlossenes architektonisches Ensemble und städtebauliches Konzept darstellen“. Der Abriss eines Gebäudes aus diesem Ensemble zerstöre diese „urheberrechtlich geschützte Gesamtwirkung“ , er führe zu einer „Verstümmelung des Ensembles“.

Stadt will juristisch prüfen

Der Anwalt der Riphahn-Erben regt an, im Gespräch einen „für beide Seiten akzeptablen Weg“ zu finden. Zudem sagte Rainer Jacobs dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, er wolle auf die Ratsfraktionen zugehen, um auch auf diesem Weg für einen Erhalt des Schauspiels zu werben. Der Stadtrat hatte sich kurz vor Weihnachten erneut dafür ausgesprochen, das Opernhaus zu sanieren, das Schauspielhaus aber durch einen Neubau an der Stelle des jetzigen Theaterrestaurants zu ersetzen.

Wilhelm Riphahn hatte den gesamten Komplex zwischen 1952 und 1962 errichtet. Grundsätzlich gilt das Urheberrecht nach dem Tod des Urhebers noch 70 Jahre lang, im Fall der Riphahn-Bauten erlischt es im Jahr 2033. Kulturdezernent Georg Quander sagte, die Stadt wolle den Vorgang nun juristisch prüfen lassen. „Wir werden versuchen, bis zur Ratssitzung am 13. April ein Ergebnis dieser Prüfungen darzustellen“, so Quander. An diesem Tag befasst sich der Stadtrat mit dem Bürgerbegehren gegen den Abriss des Schauspiels.



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