Erstellt 17.03.10, 00:06h, aktualisiert 28.05.10, 15:49h
Der zweite mutmaßliche Täter werde unterdessen vernommen, sagte die Sprecherin. Weitere Details dazu nannte sie nicht. Eine Zivilstreife hatte den Mann am Mittwochnachmittag bei einer Routinekontrolle an einem U-Bahnhof festgenommen. Ein 21-Jähriger hatte sich zuvor der Polizei gestellt und seine Komplizen genannt. Gesucht werden jetzt noch zwei 19 und ein 21 Jahre alte Männer.
Es handelt sich um junge Männer mit türkischer oder arabischer Herkunft, die der Polizei schon vorher bekannt waren. Diebstähle oder Raubüberfälle brachten sie vor Gericht oder ins Gefängnis. Der Überfall auf das Pokerturnier am 6. März in Berlin war mindestens zwei Nummern zu groß für die junge Vierer-Bande. Aus den Schilderungen der Fahnder wird noch klarer als bisher, wie stümperhaft die Bande vorging.
Die Bande aus Kreuzberg und Neukölln erbeutete am 6. März bei dem Raubüberfall im Luxushotel Grand Hyatt am Potsdamer Platz im Zentrum Berlins 242.000 Euro. Eine bereits mit weiteren rund 600.000 Euro gefüllte Tasche konnte von einem Sicherheitsmann und einem Hotelmitarbeiter sichergestellt werden. Die Täter wurden von Videokameras gefilmt und hinterließen zahlreiche Spuren.
"Fahndungsdruck war zu groß"
Für den Mann, der sich selbst stellte und die Tat gestand, sei wohl der "Fahndungsdruck" zu groß gewesen, sagt Oberstaatsanwalt Sjors Kamstra am Mittwoch. er junge Mann aus Kreuzberg wurde nach "intensiver Befragung" weich und nannte drei Namen und Details der Tat und bot sogar die Rückgabe seines Anteils der Beute von 242.000 Euro an.
Als sie von dem vielen Bargeld in der Kasse des Turniers im Hyatt- Hotel erfuhren, kundschaftete der als erster verhaftete 21-Jährige die Sicherheitsvorkehrungen aus. Staatsanwalt Frank M. Heller berichtete am Mittwoch: "Als er gesehen hat, dass das Wachpersonal keine Schusswaffen hat, haben sie den Entschluss zum Überfall gefasst."
Der 21-Jährige, der als erster der Bande aufgab, will möglicherweise als Kronzeuge aussagen, um eine leichtere Strafe zu erhalten. Ob das in Frage komme, müsse das Gericht entscheiden, sagte Oberstaatsanwalt Kamstra. "Aber es spricht eine Menge dafür." (dpa, ddp)
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Berichterstattung über Straftaten
18.03.2010 | 15.32 Uhr | klaeuschen
Pressekodex, Richtlinie 12.1: "In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen…
Sie haben sich in die Türkei abgesetzt...
18.03.2010 | 15.04 Uhr | FLehnard
.... mögen sie dort bleiben.
Genauer hinschauen
18.03.2010 | 12.41 Uhr | Rumpel
Handelt es sich bei den Tätern etwa um einige der staatenlosen Palästinenser, die Deutschland vor 20 Jahren aus humanitären Gründen aufgenommen hat?…
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