Schriftgröße

Sozialkontakte

Internet macht einsam

Erstellt 17.03.10, 10:41h, aktualisiert 17.03.10, 10:42h

Das Netz hat negative Auswirkungen auf die Fähigkeit, soziale Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Davon sind mehr als die Hälfte aller Befragten einer Studie der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen überzeugt. Vereinsamen wird durch das Internet?

Sufen macht einsam
Bild vergrößern
Online-Nutzer beklagen eine zunehmende Vereinsamung. (Bild: dpa)
Sufen macht einsam
Bild verkleinern
Online-Nutzer beklagen eine zunehmende Vereinsamung. (Bild: dpa)
Immer mehr Menschen in Deutschland fühlen sich durch das Internet vereinsamt. Nach einer nun vorgestellten Studie der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen sind 59 Prozent der Meinung, das Netz habe negative Auswirkungen auf die Zahl der Sozialkontakte. Im Jahr 1998 waren lediglich 41 Prozent dieser Ansicht.

Mehr als die Hälfte (51 Prozent) fühlt sich heute von der Medienflut "überrollt", 1998 waren es 40 Prozent. Der wissenschaftliche Leiter der Stiftung, Horst Opaschowski, erklärte, Kontaktbörsen im Netz blieben oberflächlich und könnten zwischenmenschliche Beziehungen immer weniger ersetzen.

Keine beständigen Beziehungen

Mailen, Chatten und Surfen seien zwar zum "digitalen Volkssport" für die junge Generation geworden, so Opaschowski. Viele junge Leute warteten jedoch vergebens auf Beständigkeit. Laut Umfrage vermissen 53 Prozent der 14- bis 34-Jährigen "beständige Beziehungen".

Fast jeder zweite junge Internet-Nutzer (49 Prozent) gab an, im Internet "eine Rolle zu spielen" und "sich anders zu geben", als er wirklich ist (1998: 29 Prozent). Etwas weniger (44 Prozent) erklärten, den Computer als Rückzugsnische zu nutzen, um dem Stress und der Hektik des Lebens zeitweilig zu entfliehen (1998: 30 Prozent).

Sinnesüberreizung durch Medienflut

Gut ein Drittel der jungen Generation (37 Prozent) hofft, Defizite des Lebens durch die Beschäftigung mit dem Computer ausgleichen zu können (1998: 30 Prozent). Etwa jeder vierte (26 Prozent) geht davon aus, dass diese Einstellung auch Auswirkungen auf die Werteorientierung des eigenen Lebens hat. Fast jeder zweite Bundesbürger (46 Prozent) ist mittlerweile davon überzeugt, dass die "Sinnesüberreizung durch die Medienflut die Menschen nervöser und aggressiver macht" (1998: 37 Prozent).

In den Vergleichsstudien der Jahre 1998 und 2010 hat die BAT-Stiftung bundesweit jeweils 2.000 Personen ab 14 Jahren nach ihren Einstellungen und Erfahrungen zur Medienentwicklung befragt. Die Stiftung ist eine Initiative des Tabakherstellers British American Tobacco. (epd)



Den Kölner Stadt-Anzeiger im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Orte des Geschehens

große Karte

Anzeige


Ausflugstipps


WAS.WANN.WO.


Das Magazin auf Facebook

Das Magazin auf Facebook

Extra


Serie


Mode und Design



Kolumne


Kolumne


Aktion


ksta-blogs.de


Dienste



Die 5 beliebtesten Pausenspiele

Mahjongg Fortuna
Zuma
Zuma »
1507 Spieler
Bookworm
Bookworm »
1263 Spieler
Bubble Shooter
Bubble Shooter »
1034 Spieler
Bejeweled 2
Bejeweled 2 »
956 Spieler

Stadtmenschen Community