Von Willi Feldgen, 17.03.10, 11:45h, aktualisiert 17.03.10, 21:52h
EU-weit muss künftig angegeben werden, welche Werte Reifen bei den Kriterien Kraftstoff-Effizienz, Nasshaftung und Geräusch-Emissionen erreichen. Lanxess hat auf diesem Gebiet bereits 2009 gut abgeschnitten: drei namhafte Reifenhersteller aus China, Indien und Vietnam habe das Unternehmen als Abnehmer für die Kautschukprodukte gewinnen können, sagte Heitmann.
Weltweit zunehmen wird nach Angaben des Unternehmens auch der Bedarf an Trinkwasser - schon bedingt durch die steigende Zahl der Menschen auf unserem Planeten. Lanxess investiert daher in neue Werke und Technologien zur Wasseraufbereitung.
Im wirtschaftlich schwierigsten Jahr nach 1945 hat sich Lanxess wacker geschlagen, trotz eines dramatischen Nachfragerückgangs in den wichtigsten Abnehmerbranche der Chemieindustrie. Der Umsatz von Lanxess ging um 23 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro zurück und das Konzernergebnis brach von 183 auf 40 Millionen Euro ein. Möglich wurde der Gewinn aber nur durch frühzeitiges Gegensteuern bei den Kosten: Die Auslastung der Anlagen wurden schnell zurückgefahren und die Mitarbeiter verzichteten auf Teile ihres Gehalts. Allein im laufenden Jahr spart Lanxess dadurch 140 Millionen Euro ein. Bis Ende 2012 sollen es insgesamt 360 Millionen Euro werden. Die Aktionäre spüren den Sparkurs bei Lanxess allerdings nicht: Sie sollen eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von 50 Cent pro Aktie erhalten. Insgesamt werden damit 41,6 Millionen Euro ausgeschüttet - also mehr als der Jahresüberschuss.
Ein gutes viertes Quartal 2009 trägt dazu bei, dass der Konzernchef das Unternehmen in einer „hervorragenden“ Ausgangsposition sieht, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Er erwarte für 2010 ein „deutlich verbessertes Ergebnis“, sagte Heitmann.
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