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Psychopharmaka-Gabe

ADHS oft nur als Vorwand?

Erstellt 17.03.10, 13:34h, aktualisiert 17.03.10, 13:42h

Die Zahl der Kinder, die mit Psychopharmaka gegen ADHS therapiert werden, ist laut einer Studie in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Die Verschreibung der Medikamente soll längst nicht in jedem Fall gerechtfertigt sein.

Kinder mit ADHS
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Kinder mit ADHS werden aufgrund ihrer Erkrankung oft ausgegrenzt. (Bild: dpa)
Kinder mit ADHS
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Kinder mit ADHS werden aufgrund ihrer Erkrankung oft ausgegrenzt. (Bild: dpa)
Immer mehr Kinder in Nordrhein-Westfalen bekommen Psychopharmaka gegen das „Zappelphilipp-Syndrom“ verabreicht. In den vergangenen vier Jahren sei ihre Zahl um 72 Prozent gestiegen, berichtete die gesetzliche Krankenkasse KKH- Allianz. 3,6 Prozent der Minderjährigen hätten im vergangenen Jahr entsprechende Mittel gegen das Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom ADHS verschrieben bekommen.

Nordrhein-Westfalen nehme neben Mecklenburg-Vorpommern im Bundesländer-Vergleich den Spitzenplatz beim Verbrauch der Psychopharmaka durch Kinder und Jugendliche ein. Die häufige Diagnose ADHS gilt als umstritten. Es besteht der Verdacht, dass die Mittel vielmehr zur Leistungssteigerung in der Schule verabreicht werden, oder um Kinder ruhig zu stellen, die gar nicht an ADHS leiden. (dpa)



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