Erstellt 17.03.10, 15:59h
Für die Studie untersuchten die Wissenschaftler die Hirnaktivitäten von 61 Kindern per Magnetresonanztomographie. 21 von ihnen waren vor der Geburt den Rauschstoffen Alkohol und Metamphetamin ausgesetzt, 13 waren nur Alkohol ausgesetzt, der Rest kam nicht mit diesen Stoffen in Berührung. Bei Kindern, deren Mutter beide Rauschstoffe konsumiert hatte, war der Nucleus caudatus deutlich reduziert - jene Hirnregion also, die für Lernen, Erinnerung, motorische Kontrolle und Motivation zuständig ist. Die Schäden waren noch ausgeprägter als bei Kindern von Müttern, die nur Alkohol missbrauchten.
"Wir wussten bereits, dass Alkohol giftig für die Entwicklung des Fötus ist und lebenslange Hirn- und Verhaltensprobleme bewirken kann", schrieb Sowell. "Unsere Studie zeigt nun, dass vorgeburtlicher Einfluss durch Methamphetamine wahrscheinlich noch schädlicher ist." Einer Studie des US-Gesundheitsamts zufolge haben gut 16 Millionen der 300 Millionen US-Bürger Erfahrung mit Meth-Konsum. Unter ihnen seien 19.000 schwangere Frauen. (afp)
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