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Virginia

Gratis-Viagra für Staatsbedienstete

Erstellt 17.03.10, 18:35h

Obwohl der US-Bundesstaat Virginia zur Zeit kein Geld hat, soll an einer Leistung nicht gespart werden: Staatsbedienstete sollen weiterhin kostenlos Viagra erhalten. Auch in anderen Bundesstaaten trägt der Staat weiterhin die Kosten für das Erektionsmittel.

Viagra Tablette
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Viagra auf Kosten des Staats: Im US-Bundesstaat Virginia wird das auch so bleiben. (Symbolbild: dpa)
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Viagra auf Kosten des Staats: Im US-Bundesstaat Virginia wird das auch so bleiben. (Symbolbild: dpa)
VIRGINIA - Der US-Bundesstaat Virginia schreibt rote Zahlen, hat aber Geld genug für eine kleine blaue Pille. Wie die Washingtoner Zeitung "The Examiner" am Mittwoch berichtete, sollen Staatsbedienstete das Erektionsmittel Viagra weiter kostenlos auf Rezept erhalten, während in anderen wichtigen Bereichen des jüngsten Budgets der Rotstift angesetzt wurde.

Um eine Vier-Milliarden-Dollar-Lücke im Haushalt zu schließen, gab es Kürzungen bei der Bildung und Gesundheitsfürsorge - Vorstöße zur Streichung der Mittel für Viagra scheiterten jedoch. "Großartige Nachricht für alternde Regierungsmitarbeiter", schrieb der "Examiner", und auch Blogger spöttelten "Viva Viagra" - das stammt aus einem amerikanischen TV-Werbespot für das Mittel.

Virginia steht nach Angaben des Blattes nicht ganz alleine da: Auch in Maryland und der Bundeshauptstadt Washington wird Bediensteten eine Krankenversicherung angeboten, die ebenfalls Aufwendungen für die blaue Pille und andere ähnliche Medikamente gegen Erektionsstörungen abdeckt. Im Dezember hatte sich der damalige demokratische Gouverneur von Virginia, Tim Kaine, dafür eingesetzt, angesichts der strikten Sparmaßnahmen mit der bisherigen Praxis Schluss zu machen. Im staatlichen Kongress fand der entsprechende Vorstoß aber keinen Anklang.

Der "Examiner" wollte herausfinden, welche Kongressabgeordneten sich für die Abgabe von Viagra auf Kosten der Steuerzahler stark gemacht hätten - "aber die meisten antworteten nicht auf Telefonanrufe". Ein Trost für alle Empörten: Auch Staatsbedienstete können das Mittel nicht unbegrenzt kostenlos schlucken. In Maryland etwa gibt es maximal alle drei Monate 18 Pillen auf Rezept, und auch in Virginia ist die Ausgabe beschränkt. (dpa)



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