Erstellt 18.03.10, 13:37h, aktualisiert 18.03.10, 14:51h
Nach der Eingliederung der Sparte unter dem früheren Siemens-Chef Klaus Kleinfeld soll SIS in diesem Sommer wieder ausgegliedert werden. Zum Beginn des Geschäftsjahres 2010/11 (30. September) soll SIS ein eigenständiges Unternehmen sein. Für die Zeit danach hält sich Siemens alle "unternehmerischen Optionen" offen.
Spekuliert wurde immer wieder sowohl über einen möglichen Verkauf als auch über einen Börsengang von SIS. Siemens plant zudem Investitionen von mehr als 500 Millionen Euro bis 2012, sagte Siemens-Finanzvorstand Joe Kaeser.
Die bisher sieben Geschäftseinheiten der Sparte sollen in zwei Säulen zusammengefasst werden. In Branchenkreisen wurden die Kosten für die Restrukturierung auf einen mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag geschätzt.
Beschäftigte der Sparte fürchten seit Monaten harte Einschnitte und hatten daher immer wieder protestiert. Derzeit hat SIS weltweit rund 35 000 Beschäftigte, davon etwa 9700 in Deutschland. Zuletzt kam die Sparte nur noch auf ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 90 Millionen (Vorjahr: 144 Mio) Euro. Der Umsatz fiel von 5,3 auf zuletzt 4,7 Milliarden Euro.
Auch die IT-Branche habe sich den Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise nicht entziehen können, sagte Kaeser. "In der Ertragsentwicklung zeigt sich allerdings, dass einige Wettbewerber bisher besser durch die Krise gekommen sind." Spätestens für das kommende Kalenderjahr erwarteten Experten wieder ein deutliches Wachstum für die IT-Branche in der Größenordnung von fünf Prozent. Die Branche zeichne sich durch einen hohen Preisdruck und kurze Innovationszyklen aus. "In diesem Umfeld behauptet sich nur, wer sehr schnell und flexibel am Markt agiert", sagte Kaeser.
Arbeitnehmervertreter warfen Siemens vor, Managementfehler auf dem Rücken der Beschäftigten auszutragen. Gesamtbetriebsrat und IG Metall lehnten das Restrukturierungskonzept in einer gemeinsamen Mitteilung ab. Weiterhin gebe es kein tragfähiges wirtschaftliches Konzept für SIS. "Zudem befürchten wir, dass die aktuellen Pläne nur die jahrelange Abfolge von Restrukturierungen fortsetzen, die vor allem aus Kostensenkungen bestehen." (dpa, afp)
Armutszeugnis!
18.03.2010 | 14.02 Uhr | Quatschkopf68
Ausgliederungen sind oft Vorboten von massivem Arbeitsplatzabbau. Das Prozedere ist immer ähnlich: Die Beschäftigten wechseln in die neue…
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