Erstellt 18.03.10, 17:16h, aktualisiert 19.03.10, 16:42h
Wie die Polizei berichtete, legte der Mann ein Messer auf den Wachtresen des Reviers und stellte sich den Beamten mit erhobenen Händen. Ob das Messer auch die Tatwaffe war, steht noch nicht fest. Die Nachtschwester war an ihren massiven Verletzungen an Kopf, Hals und Brust gestorben. Das ergab die Obduktion. Der Tatverdächtige wurde am Freitagnachmittag nach Lübeck gebracht und soll dort am Samstag einem Haftrichter vorgeführt werden.
Tot vor dem Schwesternzimmer gefunden
Die Hintergründe der Bluttat in dem Wohnheim und der genaue Hergang sind unklar. Der Tatverdächtige schweigt bislang. Fest steht nur, dass die junge Frau tot im von außen verschlossenen Schwesternzimmer gefunden wurde. Ihre Kollegen von der Frühschicht hatten wegen der verschlossenen Tür Verdacht geschöpft und die Polizei alarmiert.
Der 26-Jährige, der nach Polizeiangaben schon mehrfach wegen Gewalttaten zu Bewährungsstrafen verurteilt worden ist, war zu diesem Zeitpunkt bereits mit einem Dienstwagen des Heims verschwunden. Weil er sich schon einmal nach einem Vorfall ins Ausland abgesetzt hatte, gab die Polizei eine internationale Fahndung heraus. Warum der Mann sich gestellt hat, war nach Polizeiangaben zunächst nicht bekannt. Das Fluchtauto wurde in der Nähe des Flensburger Polizeireviers gefunden. Es wird jetzt von Kriminaltechnikern auf mögliche Spuren untersucht. (dpa)
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