Erstellt 19.03.10, 08:06h, aktualisiert 25.03.10, 14:05h
Nach der Sitzung hatte der Linken-Politiker Jan van Aken Guttenberg vorgeworfen, gelogen zu haben. Der Minister habe behauptet, ihm seien Informationen vorenthalten worden, obwohl ihm auf Verlangen alle Berichte zur Verfügung gestellt worden seien. Der SPD-Abgeordnete Rainer Arnold kritisierte vor allem die Art und Weise, wie die beiden Spitzenleute innerhalb von kurzer Zeit aus ihren Ämtern gedrängt wurden. Auch der Grünen-Abgeordnete Omid Nouripour sagte, Guttenberg sei "sehr belastet" worden. Das betreffe sowohl die Umstände der Entlassung als auch die militärische Einschätzung der verheerenden Bombardements von Kundus. Dabei habe Guttenberg "mit seinen beiden engsten, wichtigsten Beratern nicht gesprochen", sagte Nouripour. "Das ist milde gesagt mysteriös."
ksta.tv: Schneiderhan widerspricht dem Minister
Schneiderhan hatte am Donnerstag Vorwürfe zurückgewiesen, er hätte den Verteidigungsminister nicht ausreichend über den Luftschlag vor rund einem halben Jahr informiert. Es bleibt unklar, warum Guttenberg den Angriff zunächst als militärisch angemessen beurteilte. Der CSU-Politiker soll am 22. April und damit kurz vor der wichtigen Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen vor dem Ausschuss aussagen. Bei dem Luftschlag bei Kundus waren am 4. September 2009 bis zu 142 Menschen getötet oder verletzt worden.
Nach Papieren, die der Deutschen Presse-Agentur dpa vorliegen, wurde nach dem Angriff im vergangenen September von Verteidigungs-Staatssekretär Wichert eine "Gruppe 85" gebildet, die auf die Untersuchung durch die Internationale Afghanistan-Schutztruppe (ISAF) reagieren sollte. In den Papieren heißt es: "Grundsätzliche Zielrichtung könnte sein: Positives Bild auch des Erfolges mit möglichen Verfahrensfehlern." Wichert wies den Vorwurf der Vertuschung in der Kundus-Affäre zurück. "Das ist blanker Unfug", sagte er im Ausschuss.
Nach einem Bericht der "Stuttgarter Zeitung" (Freitag) ermittelt die Bundesanwaltschaft gegen Bundeswehr-Oberst Georg Klein und seinen Flugleitoffizier wegen des Verdachts auf ein Kriegsverbrechen. Klein hatte den Luftangriff am 4. September 2009 nahe Kundus befohlen. Die Bundesanwaltschaft habe beide als Beschuldigte zur Vernehmung in der kommenden Woche vorgeladen.
Kundus-Affäre: Schneiderhan beklagt Indiskretion
Afghanistan: Das Mysterium von Kundus
Politiker haben kurze Beine
19.03.2010 | 11.21 Uhr | uli_35
Unsere Politiker sind doch ganz groß, wenn es darum geht, die Wahrheit zu verdrehen. Ständig werden irgendwelche Versprechen gemacht, um den gemeinen…
ein Politiker mit Rückgrat
19.03.2010 | 10.39 Uhr | frandan
jetzt versucht die Opposition den besten Minister, sowohl als Wirtschaft- als auch Verteidigungsminister, der letzten Jahre zu demontieren. er ist…
Kommunikation, inkl. Pannen
19.03.2010 | 10.39 Uhr | kontakt_1991
Wer sich mit Kommunikation befaßt, weiß, daß es die verbale Schiene und die Gefühlsschiene gibt. Sofern es zu Widersprüchen kommt in dem, was über…
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