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Champions League

In Gedanken bei Solskjaer

Von Stephan Klemm, 19.03.10, 12:22h, aktualisiert 19.03.10, 19:03h

Neuauflage des Finales von 1999: Der FC Bayern München trifft im Viertelfinale der Champions League auf Manchester United. Die beiden deutschen Teilnehmer der Europa League haben da vermeintlich leichtere Aufgaben.

FC Bayern München, Robben
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Arjen Robben vom FC Bayern München. (Bild: Reuters)
FC Bayern München, Robben
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Arjen Robben vom FC Bayern München. (Bild: Reuters)
KÖLN - Manchester United nun also im Viertelfinale, ein Los, das Erinnerungen provoziert. An die schlimmste Niederlage der Vereinsgeschichte, an das 1:2 im Champions-League-Finale von Barcelona im Mai 1999. Bayern München hatte ja noch bis zur 90. Minute geführt, dann fiel der Ausgleich, Teddy Sheringham hielt seinen Fuß in einen Schuss und traf. Es gab aber keine Verlängerung, weil Ole Gunnar Solskjaer in der Nachspielzeit auch noch ein Tor schoss. 2:1, was für eine epische, unglaubliche Niederlage.

Unglaublich, weil sie einer deutschen Mannschaft passiert ist, der man ja gemeinhin alles zutraut, vor allem unmögliche Rückstände noch zu drehen. Aber einen Vorsprung auf diese Art abzugeben - das war bisher auf diesem Niveau noch nicht im Programm. Wenn die Münchner nun am 30. März im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League daheim wieder auf Manchester United treffen, ist das nicht die Revanche, die gab es schon vorher. „Aber wir werden darüber sprechen, klar“, sagt Karl Hopfner, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bayern. Manchester gilt in dieser Saison - wie zuletzt immer - als eine funktionierende Einheit, die zurzeit besonders von Wayne Rooney profitiert, dem derzeit wohl formstärksten Stürmer Europas.

Im Achtelfinale schaltete Manchester den AC Mailand aus und kam dabei auf eine Bilanz von zwei Siegen bei 7:2-Toren. Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandsvorsitzende der Bayern betrachtet seinen Klub als Außenseiter: „Manchester United, Inter Mailand und der FC Barcelona sind uns noch ein Stück voraus.“ In dieser Saison will sich der FC Bayern laut Rummenigge eher auf die Meisterschaft konzentrieren: „Das hat Priorität.“

Aber an einem guten Tag, wenn alles passt, die Form stimmt und Manchester vielleicht doch nicht so gut ist wie erwartet - dann glaubt auch Rummenigge auf den Einzug ins Halbfinale hoffen zu dürfen: „Wenn wir mit höchster Konzentration dagegenhalten, haben wir eine kleine Chance, weiterzukommen.“ Sollte es so kommen, wartet ein französischer Gegner - Olympique Lyon oder Girondins Bordeaux -, und wieder hätten die Bayern zunächst Heimrecht.

Damit aber war die Zeit der Auslosungen in der Uefa-Zentrale in Nyon (Schweiz) noch nicht beendet. Auch in der Europa League wurden die Viertelfinals bestimmt - und die Vorschlussrunde gleich mit. Uwe Seeler zog die Partien und schanzte seinem Hamburger SV den belgischen Meister Standard Lüttich zu. Der HSV muss am 1. April zunächst zu Hause antreten. „Wir gehen als Favorit in diese Begegnung“, glaubt Bruno Labbadia, Hamburgs Trainer. Der VfL Wolfsburg wiederum gastiert zunächst beim FC Fulham, einem Vertreter aus der englischen Premier League. Wolfsburgs Manager Dieter Hoeneß findet: „Sportlich sind wir auf Augenhöhe mit dem Gegner.“ Sollten die beiden deutschen Klubs sich durchsetzen, würden sie im Halbfinale aufeinandertreffen.



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