Von Stephan Klemm, 19.03.10, 22:28h, aktualisiert 27.03.10, 14:49h
Das 76. Bundesliga-Derby der rheinischen Rivalen begann wegen verstopfter Zufahrtsstraßen mit zehnminütiger Verspätung. Der Anpfiff übertönte die Vereinshymne, die noch lief, als die Spieler bereits auf dem Platz standen. Der Gesang erstarb, während Mönchengladbach gleich den Weg nach vorn fand. Die Kölner begannen ängstlich und wirkten mit fahrigen Zuspielen und vielen kleinen Fehlern in der Anfangsphase derangiert.
Kölns Trainer Zvonimir Soldo hatte seine Mannschaft im Vergleich zum 0:1 in Mainz gleich auf vier Positionen verändert, solch einen Schnitt macht er sonst nie. Allerdings verzichtete Soldo auf einen zu erwartenden Tausch. Der zuletzt mit enormer Verweigerungshaltung aufgefallene Portugiese Maniche durfte wieder von Beginn an mitspielen. Dafür blieben Fabrice Ehret, Kevin McKenna, Adam Matuschyk und Sebastian Freis draußen; für sie kamen Pierre Womé, Petit, Kevin Pezzoni und Zoran Tosic ins Team. Tosic wies nach, dass er eher ein Mann für Einwechslungen ist. Von Beginn an konnte er nicht überzeugen.
Nach zehn Minuten kamen die Kölner erstmals vor das Gladbacher Tor, eine verrutschte Flanke von Miso Brecko lenkte Borussias Torhüter Logan Bailly sicherheitshalber über das Tor. Dann versuchte es Maniche aus etwa 16 Metern, doch seinen Schuss stoppte Kölns Stürmer Milivoje Novakovic am Fünfmeterraum - warum auch immer (12.). Die letzte richtige Aktion vor der Halbzeit gelang dann dem Linksaußen der Gäste, Marco Reus. Sein Schuss strich allerdings knapp am rechten Kölner Pfosten vorbei (25.). Danach mussten die 50 000 Zuschauer im ausverkauften Rhein-Energie-Stadion vor allem vieles von dem Fußball ertragen, den sie nun wirklich nicht sehen wollen: Rückpässe, missglückte Anspiele, Annahmefehler, unerklärliche Ballverluste - das alles vornehmlich von Kölner Seite.
In der zweiten Hälfte schienen sich beide Teams dazu entschlossen zu haben, nicht mehr aufs Tor zu schießen. Allerdings hielt sich Marco Reus irgendwann einfach nicht mehr daran, er schloss einen Alleingang mit einem Schuss aus 16 Metern ab, der an Mondragon vorbei ins Netz rauschte - 0:1.
Schon zur Halbzeit hatte es Pfiffe gegeben für das uninspirierte Spiel der Kölner, tief in der zweiten Hälfte dann noch einmal, diesmal garniert mit ersten „Soldo raus“-Rufen. Der Unmut der Anhänger speist sich aus dem kompletten Unvermögen der Kölner, sich überhaupt mal eine Torchance zu erarbeiten. Das gelang dann aber in der Schlussphase. Nach 80 Minuten passte Tosic auf Maniche, der von der Strafraumgrenze in den Winkel schoss: 1:1, ein fantastisches Tor. Kurz darauf scheiterte Novakovic mit einem Schuss. Es wurde noch einmal spannend, blieb jedoch beim 1:1.
1.FC Köln: Mondragon - Brecko, Geromel, Mohamad, Womé (75. Ehret) - Petit, Pezzoni (66. Freis) - Tosic, Maniche, Podolski - Novakovic; - Mönchengladbach: Bailly - Levels, Brouwers, Dante, Daems - Bradley, Marx - Herrmann (72. Colautti), Reus, Arango - Friend; - Schiedsrichter: Brych (München); - Tore: 0:1 Reus (55.), 1:1 Maniche (79.) - Zuschauer: 50 000 (ausverkauft)
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da lassen die Pillen ihren Frust ab
22.03.2010 | 13.26 Uhr | w21927
hier bei den FC kommentaren.
Pit , ich dachte du wärst noch mit den 6000 Leverkusener auf dem Weg von Dortmund nach Hause.
Den Hinweg habt ihr…
Warum
22.03.2010 | 09.26 Uhr | Perikles0815
mutierte Podolski in den letzten Jahren zum Treter? Kein Spiel ohne Tätlichkeit.
Ganz großen Respekt an die Fans von Gladbach
21.03.2010 | 18.23 Uhr | Pit Schnass
Man hat das ganze Spiel nur die Gladbacher gehört und wie!
Von den selbsternannten besten Fans der Welt kam nichts ausser Pfiffe gegen eigenen…
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