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Szenarien

Was passiert mit Google in China?

Erstellt 20.03.10, 09:30h

Google hat angedroht, sich aus China zurückzuziehen. Der Konzern will die Zensierung der Suchergebnisse durch die chinesische Regierung nicht mehr hinnehmen. Die Volksrepublik verlangt, dass ihre Gesetze eingehalten werden.

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Google und China stehen in einem Konflikt. (Bild: dpa)
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Google und China stehen in einem Konflikt. (Bild: dpa)
SHANGHAI - Zwei Monate nach der Drohung von Google, sich aus China zurückzuziehen, wird dieser Schritt immer wahrscheinlicher. Beide Seiten lehnen es ab, aufeinander zuzugehen. Google fordert, dass der Konzern nicht mehr zur Zensierung seiner Suchergebnisse verpflichtet wird. Die Volksrepublik wiederum pocht auf die Einhaltung der chinesischen Gesetze. Welche Möglichkeiten hat Google in China?

GOOGLE ZIEHT SICH TEILWEISE AUS MARKT ZURÜCK

Neben seiner Suchmaschine google.cn betreibt der US-Internetkonzern in China zwei Forschungs- und Entwicklungszentren mit hunderten Mitarbeitern. Zudem arbeiten in der Volksrepublik zahlreiche Verkäufer und Ingenieure für Google, unter anderem an dem Betriebssystem Android. Google könnte entscheiden, seine Website abzumelden, jedoch seine anderen Operationen zu erhalten. Experten halten diese Variante allein wegen des bisher in aller Öffentlichkeit geführten Streits für unwahrscheinlich.

GOOGLE ZIEHT SICH KOMPLETT ZURÜCK

Google kehrt dem Reich der Mitte komplett den Rücken, schließt die Suchmaschine und alle Operationen. Dies könnte auch Firmen wie Dell oder Lenovo in Gefahr bringen. Für die beiden Konzerne ist das Betriebssystem Android ein wichtiger Bestandteil ihres Vorstoßes auf dem chinesischen Markt. Erst in der vergangenen Woche hat China Google davor gewarnt, "unfreundlich und unverantwortlich" zu sein. Dies hätte für den Konzern Konsequenzen.

GOOGLE BLEIBT IN CHINA

Google könnte mit der Pekinger Regierung einen Kompromiss aushandeln, der beiden Seiten das Gesicht wahrt. Experten halten für unwahrscheinlich, dass China seine direkte oder indirekte Kontrolle über alle Medien des Landes aufgibt. Zumal dies auch eine entsprechende Forderung der chinesischen Suchmaschinen Baidu und Sina nach sich ziehen könnte. Es wird deswegen davon ausgegangen, dass bei diesem Schritt Google weiterhin in irgendeiner eine Selbstzensur vornehmen müsste, um in der Volksrepublik bleiben zu können. (rtr)



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