Erstellt 20.03.10, 14:37h, aktualisiert 21.03.10, 16:51h
Nach Angaben der Feuerwehr kann die Schlange ohne Nahrung bis zu sechs Wochen überleben. Geeignete Beute werde sie in dem Gebäude nicht finden. Daher sollten die Mieter des Hauses in den kommenden acht Wochen auf Kosten der Stadt anderweitig untergebracht werden. Das Wohnhaus werde versiegelt und abgeklebt, sodass die Schlange nicht entkommen könne. Sollte sie bereits in Freie gelangt sein, hätte sie angesichts der nasskalten Witterung keine Überlebenschance und wäre bereits verendet.
Das etwa 30 Zentimeter lange Jungtier war in der Nacht zum Donnerstag aus seinem Terrarium entkommen und wurde seitdem nicht mehr gesehen. In der inzwischen leer geräumten und entkernten Wohnung des Schlangenbesitzers untersuchte die Feuerwehr auch am Sonntag mit Hilfe eines Endoskops sämtliche Löcher und Ritzen, ohne auf das Tier zu stoßen. Auch die zwei evakuierten Wohnungen in den darunter liegenden beiden Etagen wurden mit dem Endoskop durchsucht. Die Feuerwehr geht aber weiterhin davon aus, dass die Schlange noch im Haus ist und sich in eine warme Ecke verkrochen hat.
Der Besitzer hatte die Schlange erst vor etwa einer Woche auf einer Reptilienbörse erworben. Es handelt sich um eine hochgiftige Monokelkobra, deren Biss innerhalb von vier Stunden tödlich sein kann. Vorsorglich beschaffte die Feuerwehr ein Antiserum, das in einem Mülheimer Krankenhaus bereitgehalten wird.
Teurer Spaß für Schlangenhalter
Fest steht indes schon, dass die Aktion der groß angelegten Suche sehr teuer wird. "Die Summe wird sich wohl im mittelhohen fünfstelligen Bereich bewegen, was den Feuerwehreinsatz anbelangt", sagt Wiebels: "Der Einsatz kostet pro Stunde immerhin 850 Euro." Insgesamt beläuft sich die Summe bis Samstag schon auf über 30.000 Euro.
"Rechtlich ist es ganz klar, dass der Verursacher, also der Besitzer der Schlange, dafür aufkommen muss", betont Volker Wiebels. Wie es dagegen mit den Ansprüchen des Hauseigentümers und der Mieter aussehe, müsse erst noch geklärt werden.
In jedem Fall kommen auf den erst 19-jährigen Schlangenhalter immense Kosten zu. Am Samstag ließ er sich wieder am Einsatzort blicken, wollte sich aber nicht zu den Ereignissen äußern. Gemeinsam mit seinem Bruder betrat er kurz das Haus und unterhielt sich draußen mit dem Nachbarn, der unter ihm wohnt.
"Ich hege keinen Groll gegen ihn", so der Nachbar, den die ganze Aufregung und der Medienrummel sichtlich mitgenommen haben. Er wirkt abgespannt, ist genervt von dem Wirbel. "Das grundlegende Problem ist doch wohl, dass es erlaubt ist, diese Tiere, die gefährlich wie Waffen sind, zu halten", konstatiert der Mülheimer. (ddp, ksta)
Richtig ...
23.03.2010 | 11.33 Uhr | BruderJakob
... aber eine Kettensäge entkommt nicht aus dem Werkzeugschrank und sägt sich selbständig quer durchs Haus... ;-)
Blöder Vergleich....
22.03.2010 | 09.59 Uhr | fourcatmafia
...eine Kettensäge ist auch gefährlich, wenn man sie unsachgemäß benutzt. Viel Spaß beim abstottern...
Gefährlcih WIE Waffen...
20.03.2010 | 22.00 Uhr | jaczi
...bedeutet das die Gefahr für zB einen Menschen sehr hoch ist und nicht das es eine Waffe ist.
Ich persönlich sehe darin eine Genugtuung. Die…
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