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Kölner Haie

Stewart feuert Torjäger Bartek

Von Christiane Mitatselis und Christian Oeynhausen, 21.03.10, 18:15h, aktualisiert 21.03.10, 20:59h

Die Kölner Haie haben die Qualifikation für die Playoffs erreicht. Jetzt muss das Team gegen den ERC Ingolstadt antreten. Vor der ersten Partie greift Coach Stewart durch und wirft Stürmer Martin Bartek raus.

Bill Stewart Kölner Haie
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Haie Coach Bill Stewart (l.) und Assistent Niklas Sundblat. (Bild: Dahmen)
Bill Stewart Kölner Haie
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Haie Coach Bill Stewart (l.) und Assistent Niklas Sundblat. (Bild: Dahmen)
KÖLN - Ihr Wunsch wurde den Kölner Haien nicht erfüllt. In den Vorplayoffs der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) muss sich der KEC, der die Hauptrunde am Freitagabend mit einem desolaten 1:3 gegen Iserlohn als Tabellen-Zehnter abschloss, mit dem ERC Ingolstadt auseinandersetzen. Die finanziell angeschlagenen Haie hatten auf ein Duell gegen Düsseldorf gehofft, das ihnen eine größere Zuschauerzahl und Einnahme beschert hätte. Der rheinische Rivale qualifizierte sich jedoch trotz einer 3:6-Niederlage am Sonntag in Augsburg als Sechster direkt für das Playoff-Viertelfinale. Die Haie starten nun am Mittwochabend in Ingolstadt in die Vorplayoffs, die nach dem Modus „best of three“ gespielt werden - heißt: Das Team, das zwei Spiele gewinnt, erreicht das Viertelfinale. Am Freitagabend (19.30 Uhr) steigt Spiel Nummer zwei in der Lanxess-Arena.

Vor dem Start in die Qualifikationsrunde statuierte Haie-Coach Bill Stewart ein Exempel. In einer Krisensitzung, die er aufgrund der schwachen Haie-Vorstellung gegen Iserlohn einberufen hatte, schmiss der Kanadier am Sonntag den slowakischen Stürmer Martin Bartek (29) aus dem Team. „Er wird nicht mehr für die Haie spielen“, sagte Stewart, der beim KEC auch das Amt des Sportmanagers bekleidet. Es habe „Störungen“ gegeben, fügte der 52-Jährige hinzu.

Bartek, der im Sommer aus Kassel nach Köln gekommen war, kam in 54 Spielen für die Kölner zwar auf 46 Scorerpunkte, er spielte jedoch oft zu eigennützig und zeigte im Defensivverhalten Schwächen. Allerdings war Bartek nur einer von mindestens zehn Haie-Akteuren, die in den vergangenen Wochen arg enttäuschten, das Team wirkte zuletzt ebenso antriebslos wie verunsichert. Der ehemalige Haie-Torhüter Peppi Heiss, der das 1:3 gegen Iserlohn am Freitagabend als Zuschauer verfolgt hatte, stellte entsetzt fest, es sei „kein Leben in der Mannschaft“. KEC-Geschäftsführer Thomas Eichin hofft nun auf eine spontane Heilung durch die Wunderpille Playoffs: „In den Playoffs haben die Spieler die Chance, die schwache Saison vergessen zu machen“, erklärte der 43-Jährige.

Gegen Ingolstadt haben die Haie in dieser Saison zweimal gewonnen und ebenso oft verloren. Die letzte Niederlage, ein 3:4 nach Verlängerung, kassierten sie am 9. März. Den Siegtreffer erzielte Nationalstürmer Thomas Greilinger, der die DEL-Hauptrunde mit 73 Scorerpunkten (38 Tore, 35 Vorlage) beendete - knapp hinter dem Frankfurter Jeff Ullmer (74 Punkte).

Vor dem der Start der Playoff-Runde erhielt der finanzschwache KEC derweil eine Ohrfeige von der Liga. Eine wirtschaftliche Sonderprüfung, die die DEL angeordnet hatte, ergab, dass die Haie zwar die „Lizenzauflagen erfüllt“ hätten. Gleichzeitig seien aber „die im Vorfeld der Saison aufgestellten Planungen der Kölner Haie in erheblichem Umfang nicht umgesetzt“ worden. Es bestünden deshalb „aktuell erhebliche Bedenken an der Nachhaltigkeit der Finanzausstattung des Klubs.“ Eichin sagte dazu nur: „Wir haben die Lizenzauflagen erfüllt, nur das zählt.“



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