Von Christian Oeynhauen, 25.03.10, 21:04h
Ein Ruck sei nach der Hauptrunde durch die Kölner Mannschaft gegangen, berichtete Kapitän Mirko Lüdemann, „vielleicht hat es mit den Playoffs zu tun“. Die Kölner verteidigten gut gegen die gefürchtete Ingolstädter Angriffswucht, auch Stewarts Torwartwechsel zahlte sich aus. Norm Maracle (35) schaffte im vierten Einsatz als Starter seinen ersten Sieg.
Damit bietet sich dem KEC heute Abend (19.30 Uhr, Lanxess-Arena) die große Chance, die Serie mit dem zweiten Sieg zu beenden und sich für das Viertelfinale gegen Meister Eisbären Berlin zu qualifizieren. Es wird im Modus best-of-five gespielt. Große Chancen gibt den Kölnern da keiner, aber wenn es gelänge, dem Meister eine Partie abzunehmen, dann hätten die Haie noch ein weiteres Heimspiel.
So weit in die Zukunft zu schauen gilt allerdings als schwerer Verstoß gegen die Playoff-Gesetze, und Haie-Geschäftsführer Thomas Eichin ist ein gesetzestreuer Mann: „Wir sind noch nicht da. Wir müssen in kleinen Schritten weitergehen. Wir leben von Tag zu Tag.“
Das gilt sowohl sportlich als auch wirtschaftlich. Noch immer könnte es heute das letzte Heimspiel der Saison sein, vielleicht sogar das letzte für immer. Es ist ein Überlebensspiel. Die Kölner hoffen auf 10 000 Zuschauer. „Schreit die Haie ins Viertelfinale“, fordert der Klub auf seiner Homepage. In einem Viertelfinale könnte man mit 12 000 Besuchern rechnen, ein viertes Spiel dort könnte Richtung ausverkauft gehen. Insgesamt 40 000 Besucher würden rund 600 000 Euro in die Kasse spülen. „Ich will nicht spekulieren“, sagt Eichin zu solchen Zahlen, „aber natürlich würde unsere Liquiditätslücke kleiner.“
Der große Durchbruch mit Blick auf die Lizenz für 2010 / 11 wäre das noch nicht. Bis zum 30. Mai muss der Klub seine Unterlagen einreichen. „Wir arbeiten an der Fortführungsprognose. Unsere Kostenstruktur muss verändert werden, wir müssen viel konservativer rangehen“, sagt Eichin. Ein paar Grausamkeiten sind unumgänglich. Auf der Geschäftsstelle wird es Entlassungen geben. Die Nachwuchsarbeit wird nur weitergehen, wenn sie den Etat der Profi-GmbH nicht mehr belastet. Und die Kosten für den DEL-Kader sollen sinken, weil der Klub sicher ist, dass man zu viel bezahlt hat, um im Pre-Playoff zu landen. Pardon: In der ersten Runde.
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Vom Mythos der Kämpfer
26.03.2010 | 12.41 Uhr | smooth
Das Kämpfer-Argument des ehrlichen Eishockeys ist romantischer Unsinn, das hat diese Saison gezeigt.
Zu Beginn dieser Saison spielten echte Kölsche…
1.Runde???
26.03.2010 | 10.45 Uhr | topgun99
Also mal ehrlich wer so einen Traditionsverein führt und macht eine Kalkulation für eine Saison und ist schon vor den Playoffs Pleite der gehört…
Auf in die Arena
26.03.2010 | 08.57 Uhr | ibo.koeln
Die Haie haben in den vergangenen Wochen einen enormen Zuspruch erlebt. Trotzdem waren die Zuschauerzahlen, bis auf das Düsseldoof-Spiel,…
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