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Pop

Deutschlands beste Partyband - beinahe

Von Frank Weiffen, 12.04.10, 16:32h

Hauptsache Spaß: Die „Legendary Ghetto Dance Band“ eilt von Erfolg zu Erfolg. Die Musiker aus Leverkusen nehmen am Wettbewerb eines deutschen Privatsenders teil, um den Titel „Deutschlands beste Partyband“ einzuheimsen.

„Legendary Ghetto Dance Band“
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Obercool, knallbunt und auf dem Weg zur ultimativen Partyband: Die „Legendary Ghetto Dance Band“ beim Rudel-TV-Gucken im Opladener „Scala“. (Bild: Britta Berg)
„Legendary Ghetto Dance Band“
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Obercool, knallbunt und auf dem Weg zur ultimativen Partyband: Die „Legendary Ghetto Dance Band“ beim Rudel-TV-Gucken im Opladener „Scala“. (Bild: Britta Berg)
Leverkusen - Mit kiloweise Schmuck um den Hals, mit obercoolen Sonnenbrillen und knallbunten Trainingsanzügen sitzen sie da: die fünf Jungs der „Legendary Ghetto Dance Band“. Als Spaßmusiker, die die bekanntesten Hiphop-, Crossover- und Rock-Hits der 80er und 90er Jahre covern, hatten sie hier, im Opladener „Scala“-Club, vor etwa einem Jahr den ersten Auftritt. Damals waren sie „nur“ Leverkusens durchgeknallteste Combo. Heute sind Pi Harris, Be$tiens, Dirrrrty Rodriguez, 20 Fingers und Phil Jay - die gerne einen auf Ghetto-Gangster machen - einer der beliebtesten Spaß-Truppen des Landes. Der Beweis: Sie schauen sich gerade selber dabei zu, wie sie über eine große Leinwand flimmern.

Im Rahmen eines von einem großen deutschen Privatsender veranstalteten Wettbewerbs kam die „Legendary Ghetto Dance Band“ nämlich unter die letzten zehn von über 1000 teilnehmenden Gruppen. Alle hatten sich gemeldet, um den Titel „Deutschlands beste Partyband“ einzuheimsen. Aber nur die „Ghettos“ sowie neun andere schafften es bis zum Live-Auftritt vor einer Jury, in der noch bis Mitte Mai Anja Lukaseder (ehemals „Deutschland sucht den Superstar“), Steve Blame (MTV-Moderatoren-Ikone) und Oli P. (Popsänger) sitzen. An diesem Abend wird die erste von drei bereits aufgezeichneten Shows ausgestrahlt. Pi Harris und Co. haben also die größten Fans zusammengetrommelt, sich in Schale geschmissen und zum „Public Viewing“ in den Club an der Uhlandstraße eingeladen.

Zwei Stunden später werden sie zwar enttäuscht nach Hause gehen: Sie wurden rausgewählt. Aber schlapp machen und bedröppelt sein gilt nicht. Das wäre kein authentischer „Ghetto-Style“. Zudem ändert auch diese Schlappe nichts daran, dass es aufwärts geht mit den Leverkusenern. Im Gegenteil: „Wir haben so einige Projekte am Start“, sagt Dirrrrty Rodriguez (bürgerlich: David) grinsend, „die uns in der nächsten Zeit in Beschlag nehmen werden und die zeigen: Wir sind die wahre Nummer eins!“

Die verrückten Jungs spielen regelmäßig in den Pausen von Basketball-Bundesligaspielen der Düsseldorf Giants. Sie sind Stammband der Boxkampfreihe „Night Of The Raging Bulls“, die durch alle großen Städte Deutschlands und Österreichs tourt und regelmäßig mehrere tausend Zuschauer anzieht. Sie arbeiten intensiv an eigenen Songs, um nicht Zeit ihres Lebens auf „I Like To Move It“ und „Fight For Your Right To Party“ begrenzt zu werden. Und sie haben Fans, die ihnen ergebenst die Treue halten.

Vor allem natürlich weibliche wie Ellen (27) und Frauke (26), die mit ihnen gemeinsam im „Scala“ sitzen, Fernsehen gucken und dabei am Kölsch nippen: „Die Jungs von der »Ghetto Dance Band« sind die besten“, sagen die beiden Grazien. „Auch wenn sie bei diesem Wettbewerb rausgeflogen sind.“ Was macht das schon? Für Ellen haben sie schon zum Geburtstag gespielt und sich als beste Partyband nicht nur des Landes, sondern „aller Zeiten“ erwiesen. Und am Ende der TV-Show bekennt auch Juror Oli P. („Flugzeuge in meine Bauch“), einen Narren an den Leverkusenern gefressen zu haben: „Wenn ich heirate, dann buche ich die Jungs!“ Das schwört Oli sogar. Da fragt sich: Wer will diese Band noch aufhalten?



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