Von Peter Berger, 13.04.10, 10:32h, aktualisiert 13.04.10, 21:54h
Auch Schauspielintendantin Karin Beier zeigte sich erleichtert. Mit dieser Abstimmung ist der für den 11. Juli geplante Bürgerentscheid hinfällig geworden. Die Entscheidung kam durch ein überraschendes Abstimmungsverhalten bei der Fraktion der Grünen zustande. Sie hatte sich vor der Sitzung nach langen internen Beratungen dazu entschieden, das Bürgerbegehren zu unterstützen. Von der ursprünglichen Neubau-Variante sei aus Kostengründen derart viel zurückgenommen worden, dass der Abbruch des Schauspielhauses nicht mehr zu rechtfertigen sei. Jetzt müsse man mit Hochdruck die Sanierung vorantreiben. Mit den Stimmen der Grünen kamen die Befürworter auf die deutliche Mehrheit.
Dagegen stimmten die Fraktionen von SPD und FDP sowie Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD). Das Stadtoberhaupt hatte sich vor der Abstimmung vergeblich für die Neubaupläne stark gemacht. Auch in „der reduzierten Form“ blieben das „neue Schauspiel und die sanierte Oper ein kulturelles Kraftwerk, eine Landmarke für die Bedeutung der Bühnen“. Es gehe ihm aber nicht darum, „letztendlich recht zu behalten“. Auch eine Sanierung sei realisierbar. Die müsse jetzt im Interesse der Bühnen vorangetrieben werden.
Die SPD bezeichnete das Ergebnis als „sehr bedauerliches Misstrauensvotum einer merkwürdigen Allianz gegen die demokratische Entscheidungsfähigkeit der Kölner Bevölkerung“. Fraktionschef Martin Börschel wollte die Koalition mit den Grünen dennoch nicht infrage stellen, auch wenn sich der Partner nicht an die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag gehalten habe. „Das ist eine Einzelentscheidung.“ Die CDU sprach von einem „Sieg des Bürgerwillens“. Generalmusikdirektor Markus Stenz sagte, er respektiere die Entscheidung, obwohl er bislang den Neubau befürwortet habe.
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@ anhaza
13.04.2010 | 22.25 Uhr | nicht sentimental
Natürlich bin ich nicht sicher, dass das neue Haus im finanziellen Rahmen geblieben wäre. Es war schon nicht mehr, deshalb das ganze. In einem hat…
Sanierung muss nicht teuer sein:
13.04.2010 | 21.50 Uhr | franxville
vielleicht sollte man sich einrach an denen orientieren, die in Gelsenkirchen saniert haben. Auch wenn das dortige Haus wesentlich kleiner ist als…
Welche Leistung unserer Parteien im Rat!
13.04.2010 | 19.57 Uhr | rosejoma
Warum wurde den Bürgern die Möglichkeit genommen selbst zu entscheiden?
Bis dahin hätte eine Sanierung mit neuen Raumprogramm ausgearbeitet werden…
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