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Ponk-Festival

Die Inspiration kommt aus Oslo

Von Alexandra Spürk, 14.04.10, 14:41h

Punk, Pop und Rock junger Bands aus Köln waren im Stammheimer Jugendzentrum zu hören. Fast alle Altersgruppen waren unter den Besuchern vertreten.

Pontifex
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Die Band Pontifex (Bild: Spürk)
Pontifex
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Die Band Pontifex (Bild: Spürk)
Stammheim - Mit Norwegens Hauptstadt Oslo verbinden die meisten deutschen Musikfans derzeit die Hoffnung auf einen Erfolg beim Eurovision Song Contest. Der Songwriter der Band „Pontifex“ dagegen denkt eher an die Osloer Punkband „Turbonegro“. Der 33-Jährige, der unter dem Künstlernamen Erster Alles firmiert, nennt als Vorbilder unter anderem die Toten Hosen und die Goldenen Zitronen. Ihre Einflüsse wirkten allerdings unbewusst: „Ich improvisiere bei den Proben und entwickle einen guten Ansatz weiter. Und dann fällt mir auf: Das klingt ja wie - zum Beispiel - Turbonegro.“

Beim Rock-Abend „Ponk die II.“ standen „Pontifex“ neben drei weiteren Bands im Jugendzentrum Offene Tür St. John in Köln-Stammheim auf der Bühne. „Pontifex“ lieferten eingängige deutsche Texte, untermalt von einem kräftigen Rocksound: Verzerrte Gitarren, schnelle Basslinien, dominantes Schlagzeug. Im Lied „Schwul in der Bundesliga“ geht es „um den Zustand des anders-seins“, erklärt Erster Alles.

Unter den gut 150 Besuchern waren fast alle Altersgruppen vertreten, Eltern mit Kindern und auch in die Jahre gekommene Rockfans waren gekommen. Die Atmosphäre war familiär, gleich neben zwei jugendlichen Pogo-Tänzern in der ersten Reihe hüpften kleine Kinder im Takt der Musik. Nachdem „Pontifex“ und zuvor schon die Überraschungsgäste „Girls get laid“ dem Publikum eingeheizt hatten, betraten die Headliner von „Dichter“ die Bühne. Das zehnjährige Bestehen der Band, die sich 1999 in der OT St. John gründete, war im vergangenen Jahr Anlass für das erste „Ponk Festival!“.

„Ponk ist eine Mischung aus Pop und Punk“, beschreibt René Bauer, Bassist von „Dichter“, den Stil seiner Band. Sein Vater Hajo Bauer ist der Leiter der Einrichtung Offene Tür St. John. Die Ponk-Abende organisieren sie gemeinsam und feilen bis zuletzt am Konzept. Als vierter Act des Abends, stießen spontan noch „Rob & Friends“ hinzu. So endete das Konzert mit ungewöhnlich ruhigem Akustikgitarren-Pop im Stile Jack Johnsons. Bei der anschließenden After-Show-Party wurde dann allerdings noch einmal richtig aufgedreht.



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