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Neubaupläne

Diskussion um Heliosgelände

Von Heribert Rösgen, 19.04.10, 12:04h, aktualisiert 15.09.11, 07:09h

Das Gelände am Ehrenfeldgürtel soll umgestaltet werden. Wie, darüber schweigt sich die investierende Firma noch aus. Politiker im Stadtteil befürchten, dass sich die Bebauung negativ auf das Viertel auswirken könnte.

Helioshaus
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Das imposante Helioshaus an der Venloer Straße soll erhalten bleiben. (Bild: Rösgen)
Helioshaus
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Das imposante Helioshaus an der Venloer Straße soll erhalten bleiben. (Bild: Rösgen)
Ehrenfeld - Bericht vom April 2010

Die Planungen der Bauwens-Unternehmensgruppe für das so genannte Heliosgelände am Ehrenfeldgürtel zwischen Venloer und Vogelsanger Straße sind zwar noch in einem frühen Stadium. Doch Politiker im Stadtteil haben bereits jetzt Sorge, dass das Projekt, sollte es in den derzeit bekannten Dimensionen verwirklicht werden, nicht ohne Folgen für das Viertel bleiben würde. So könnte beispielsweise das auf dem Gelände entstandene kreative Konglomerat mit einem Szene-Clublokal, einem Möbelschreiner und einem italienischen Spezialitäten-Großhandel - um nur einige zu nennen - künftig der Vergangenheit angehören. Wohnungen, Büros und eine Ladenpassage von rund 20 000 Quadratmetern Verkaufsfläche sind beabsichtigt.

Die Politiker wollen ihr Mitspracherecht so ausführlich wie möglich wahrnehmen. „Uns ist klar, dass etwas auf dem Gelände passieren muss, aber wir wollen ganz früh ein Auge darauf haben, was genau geplant ist“, sagt Christiane Martin, Fraktionsvorsitzende der Grünen in der Bezirksvertretung Ehrenfeld. Auch die SPD-Fraktion ist um Einfluss bemüht. Sie will prüfen lassen, ob außer der Rheinlandhalle, dem Helios-Gebäude und dem Heliosturm auch für eine weitere Halle, in der zurzeit der italienische Lebensmittelhandel untergebracht ist, Denkmalschutz erwirkt werden kann.

Keinesfalls ein reines Einkaufscenter

Bezirksbürgermeister Josef Wirges hat indes nie einen Hehl daraus gemacht, dass er keinesfalls ein reines Einkaufscenter im Stile der Köln Arcaden in Kalk oder des Rhein Centers in Weiden haben will. Indes: Mit 20 000 Quadratmetern läge die Dimension der Ladenflächen zwar unter der der Köln Arcaden (27 000 Quadratmeter). Doch auch in Centern dieser Größenordnung haben gut und gerne 70 Ladenparzellen Platz. „Über die Größe und das Sortiment muss sicher noch diskutiert werden, aber grundsätzlich finden wir es positiv, dass jemand bereit ist, so viel in unserem Stadtteil zu investieren“, sagte die CDU-Fraktionsvorsitzende Jutta Kaiser, nachdem der Investor die Grundzüge seiner Planungen den Fraktionsvorsitzenden der Bezirksvertretung Ehrenfeld vorgestellt hat.

Zu mehr an öffentlicher Information ist die investierende Firma derzeit nicht bereit. „Wir wollen das Projekt und seine Details in Zusammenarbeit mit den Politikern im Stadtentwicklungsausschuss und im Bezirk entwickeln“, sagte eine Sprecherin der Unternehmensgruppe Bauwens. Im Zuge des Bebauungsplanverfahrens wäre dann auch die Öffentlichkeit beteiligt. Dann könnten auch Bürger Stellungnahmen hierzu abgeben. Ein Baubeginn, davon geht man bei der Bauwens-Gruppe aus, sei frühestens in zwei Jahren zu erwarten.



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