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Neues Bistro

Ein Butterbrot als Geschäftsidee

Von Katrin Diener, 23.04.10, 18:42h

„Butterbrot“ – Das klingt weder exklusiv noch geschmacklich herausragend. Doch die Stullen von Christian Bauer sind eine Ausnahme. Mit Rosmarin-Schinken, französischem Käse und Honig-Senf zaubert der 24-Jährige in seinem Bistro bodenständige Gaumenfreuden.

Christian Bauer
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Mit Rosmarin-Schinken, französischem Käse und Honig-Senf zaubert der 24-jährige Christian Bauer in seinem Bistro bodenständige Gaumenfreuden. (Bild: Rako)
Christian Bauer
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Mit Rosmarin-Schinken, französischem Käse und Honig-Senf zaubert der 24-jährige Christian Bauer in seinem Bistro bodenständige Gaumenfreuden. (Bild: Rako)
Innenstadt - Ein Butterbrot hat etwas tröstendes, vertrautes. Es erinnert an zu Hause. Für Christian Bauer bedeuten Butterbrote viel mehr. Im Moment seine Existenz. Der 24-Jährige hat sich im Dezember gemeinsam mit einem Freund mit einem kleinen Bistro selbständig gemacht, das vor allem Butterbrote anbietet. „Wir wollten etwas anderes als Fastfood machen. Etwas bodenständiges“, sagt er. „Aber irgendwie sollte es auch etwas exklusives sein. Das versuchen wir mit der Gestaltung der Stullen zu erreichen.“ Deshalb lässt er sich Käse aus Frankreich liefern, bietet Brote mit Rosmarin-Schinken, Salat, Tomate und Honig-Senf an oder eine Kombination aus Käse, Ruccola, Feigensenf und Birne. Außerdem gehören Salate, Suppen und Kuchen zum Angebot. „Die perfekte Stulle braucht gutes Brot, etwas Knackiges wie Salat, Butter und einen würzigen Belag“, sagt Bauer.

Zum Leben reicht der Verdienst noch nicht. „Ich bekomme viele gute Rückmeldungen, aber ich habe noch nicht genug Gäste“, sagt er. 30 bis 40 Kunden kommen am Tag. „Ich hatte mir eigentlich ausgerechnet, dass das reicht“, sagt Bauer. „Aber ich hatte erwartet, dass viel mehr Menschen auch etwas trinken. Damit ich mir ein Gehalt zahlen kann, bräuchte ich wohl 50 Kunden am Tag.“ Bauer lebt zurzeit von dem Gründungszuschuss, den er monatlich von der Agentur für Arbeit erhält. „Irgendwie hatte ich mir das einfacher vorgestellt“, sagt er. Trotzdem versucht der junge Mann, es locker zu sehen. „Ich wollte schon immer einen eigenen Laden haben. Und wenn es schief geht, bin ich nicht zu alt, wieder einen Job zu finden.“ Gemeinsam mit seinem Freund hat er 35 000 Euro in die Ausstattung des Ladens investiert.

Bauer hat eine Ausbildung zum Restaurantfachmann gemacht und jahrelang in einer Hotelbar in Magdeburg als Bar-Chef gearbeitet. „Ich wollte aber mal etwas anderes erleben“, sagt er und zog nach Köln, arbeite zwei Jahre als Restaurantleiter beim Outdoor-Spezialisten Globetrotter. Aber dann stand ihm der Sinn nach Veränderung.

Seitdem sieht sein Leben völlig anders aus. Mindestens 60 Stunden arbeitet Bauer jede Woche. Einkaufen, Vorbereiten, den Laden öffnen, verkaufen und abends wieder sauber machen. Auch die Tage im Imbiss erscheinen ihm oft lang. Er arbeitet allein in dem Geschäft, meistens kommen mittags sehr viele und nachmittags kaum noch Kunden. „Aber dafür bin ich mein eigener Chef“, sagt Bauer. „Und ich kann hier ganz ich selber sein. Das ist wunderbar.“

Bauers, Friesenwall 29, Mo. bis Sa. von 10 - 19 geöffnet.



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