Von Wilfried Meisen, 27.04.10, 17:19h
Ulrich Irnich, einer von mehreren Geschäftsführern, bestätigt die anstehenden Betriebsratswahlen. Schon sei für seine Betriebseinheit Infrastruktur, Services, Support ein Wahlausschuss gewählt worden. Innerhalb von zwölf Wochen müsse nun gewählt werden. Alleine am Standort Kerpen seien rund 500 der 700 Mitarbeiter wahlberechtigt.
Irnich weist darauf hin, dass es bei Computacenter seit zwölf Jahren eine Mitarbeitervertretung gebe. Die habe ähnlich einem Betriebsrat Einfluss nehmen können, aber nicht dem Betriebsverfassungsgesetz entsprochen. Es habe immer wieder vergebliche Bestrebungen von außerhalb, insbesondere von Gewerkschaften, gegeben, einen Betriebsrat zu installieren. Die Mehrzahl der Mitarbeiter sei aber eher gewerkschaftsskeptisch. Es gebe im Unternehmen eine „besondere Kultur des Miteinanders“, erläutert Firmensprecher Thorsten Düchting. Dazu gehöre, dass die Mitarbeiter sich selber vertreten und dies nicht Gewerkschaften überlassen wollten.
Nun hätten sich die Mitarbeiter aber mehrheitlich für einen regulären Betriebsrat ausgesprochen, was von der Unternehmensführung akzeptiert werde - auch um keine „Angriffsfläche“ mehr zu bieten. Irnich: „Bevor die Gewerkschaften bei uns einen Betriebsrat installieren, machen wir es lieber selber.“ Es werde wohl eine Unabhängige Liste kandidieren. Natürlich könnten Gewerkschaften eine eigene Liste aufstellen, aber: „Ich bin mir sicher, dass eine Gewerkschaftsliste keinen Erfolg haben wird.
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