Von Christiane Mitatselis, 28.04.10, 20:21h
Nach Angaben von KEC-Geschäftsführer Thomas Eichin sollen die Haie-Gesellschafter zwar bereit sein, die neuen Schulden von etwa einer Million Euro auszugleichen, die der KEC in der abgelaufenen Spielzeit angesammelt hat. Allerdings nur unter der Bedingung, dass „gewisse Dinge umgesetzt werden“, wie Eichin betonte. Es geht nach wie vor darum, den Klub finanziell zu entlasten, erst wenn dies gelungen sei, könne der Dauerkartenverkauf für die nächste Saison beginnen, sagte der 43-Jährige.
Laut Eichin müssen die Haie die höchsten Spiel- und Trainingskosten in der ganzen DEL tragen. Einerseits erhofft sich Eichin, dass sich die Stadt Köln in größerem Umfang an der Kosten für die Trainingshalle Kölnarena 2 beteiligt, die zwar auch von den Profis, zu etwa 70 Prozent aber von Kölner Nachwuchsteam genutzt wird. Er habe über dieses Thema mit Oberbürgermeister Jürgen Roters gesprochen, sagte Eichin: „Er war aufnahmefähig für unsere Probleme.“ Eine Lösung sei jedoch noch nicht gefunden worden.
Andererseits erhofft sich Eichin, günstigere Mietkonditionen in der Spielstätte Lanxess-Arena. Es soll dazu bald Gespräche geben. Bis Ende Mai muss Eichin Fortschritte in all diesen Punkten erzielt haben, denn spätestens dann muss der KEC seine Unterlagen für eine neue Lizenz bei der DEL einreichen. Der Ausgleich von Finanzlücken ist laut Liga-Reglement Voraussetzung für die Lizenz-Erteilung. Bei einer finanziellen Sonderprüfung der Haie im März hatte die DEL „erhebliche Bedenken an der Nachhaltigkeit der Finanzausstattung“ geäußert.
Stewart geht dennoch fest davon aus, dass die Haie überleben werden. Er wird noch bis zum 17. Mai in Kanada bleiben, und danach im Idealfall ein neues Haie-Kernteam präsentieren können. Mit zwei Torhütern, deren Namen er noch nicht nennen wollte, sei er sich schon fast einig, sagte Stewart. Einer sei Europäer, der andere Kanadier.
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