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Deutschlandtrend

Denkzettel für Berlin aus NRW

Von Stefanie Schmidt, 29.04.10, 22:36h

Die Deutschen hadern mit der Bundesregierung. Über die NRW-Landtagswahl soll das Bundeskabinett die Enttäuschung zu spüren bekommen. Immerhin: Die Zufriedenheit mit Ministerpräsident Jürgen Rüttgers steigt.

Sonntagsfrage
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Zufriedenheit mit Politikern
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Zufriedenheit mit Politikern
Köln. JürgenRüttgers wird ein wenig erleichtert sein: Die Zufriedenheit mit seiner Politik steigt, wenn auch auf einem niedrigen Niveau. Laut ARD-Deutschlandtrend im Auftrag des „Kölner Stadt-Anzeiger“ ist jeder dritte Befragte mit der Arbeit des NRW-Ministerpräsidenten einverstanden - das sind ganze sechs Prozentpunkte mehr als bei der Befragung vor einem Monat. Von Platz acht aus kann Rüttgers Verteidigungsminister und Wählerliebling Karl-Theodor zu Guttenberg zwar nur entfernt an der Spitze erkennen - interessanter dürfte für wenige Tage vor der Landtagswahl aber auch der Vergleich mit seiner NRW-Rivalin Hannelore Kraft sein. Und die SPD-Spitzenkandidatin rangiert fünf Plätze hinter Rüttgers.

Hannelore Kraft kaum bekannt

Ein genauerer Blick jedoch zeigt: Die deutschlandweit Befragten sind nicht etwa unzufriedenen mit der Arbeit von Hannelore Kraft - sie kennen sie nicht - oder zumindest nicht so gut, dass sie sich ein Urteil über ihre Arbeit erlauben würden. Dies gaben 45 Prozent der Befragten an, 27 Prozent sind mit ihrer Arbeit zufrieden, 20 Prozent nicht - unter denen, die Kraft kennen also ein positives Ergebnis. Im Gegensatz zu Rüttgers: Bei ihm gibt es ein leichtes Übergewicht der Gegner. Auf dem letzten Platz unter den 13 abgefragten Politikern liegt weiterhin FDP-Chef Guido Westerwelle - 71 Prozent sind mit der Arbeit des Außenministers unzufrieden.

Sorgen dürften der amtierenden schwarz-gelben Landesregierung auch die Aussagen über die gleichfarbige Bundesregierung machen. Mit einer Steigerung um vier Prozentpunkte sind mittlerweile zwei Drittel aller Befragten der Meinung, dass Union und FDP nicht mehr zusammen passen. Zudem wünscht sich mehr als die Hälfte der Befragten, dass die Bundesregierung einen Denkzettel bekommt, wenn in NRW am 9. Mai eine neue Landesregierung gewählt wird. Selbst jeder Dritte CDU / CSU-Anhänger (33 Prozent) und jeder Fünfte FDP-Anhänger (19 Prozent) gönnt Schwarz-Gelb einen Rückschlag in NRW.

Sonntagsfrage fast unverändert

Erstaunlicherweise macht sich dieses Ergebnis nicht in der allgemeinen Zufriedenheit mit der Bundesregierung bemerkbar. Zwar gibt der größte Teil der Befragten weiterhin an, mit der Regierung „weniger zufrieden“ zu sein, der Anteil derer, die „zufrieden“ sind, steigt jedoch um drei Punkte - die Stimmen für „gar nicht zufrieden“ nehmen entsprechend ab. „Sehr zufrieden“ ist allerdings keiner der Befragten. Somit änderten die Wähler auch in der „Sonntagsfrage“ kaum ihre Meinung. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, würden im Vergleich zum Vormonat lediglich die Grünen der SPD zwei Prozentpunkte abnehmen, der Rest blieb unverändert.

Für den ARD-Deutschlandtrend befragte infratest dimap im Auftrag des „Kölner Stadt-Anzeiger“ und der „Tagesthemen“ von 26. bis 27. April 1000 Wahlberechtigte. Für die Sonntagsfrage wurden 1500 Befragungen von 26. bis 28. April durchgeführt.



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