Von Anja Katzmarzik, 02.05.10, 18:26h, aktualisiert 03.05.10, 09:12h
Der Labrador war einer der Publikumslieblinge beim „Dogdiving“ (Hundeweitsprung ins Wasser) der Hundeschule „dogs and you - die Pfotenuni“ beim „Event for happy dogs“ auf der Rennbahn. Aber auch die Kandidaten, die mehr fielen als sprangen, ernteten Applaus.
Labrador-Mädchen Emma aus Köln-Zollstock brachte es, obwohl erst neun Monate alt, immerhin schon auf einen Meter. Damit machte sie erstens Herrchen Dieter Franken so richtig stolz („Wir dachten, sie springt gar nicht.“) und zweitens Frauchen Mandy Franken ordentlich nass, weil sie beim Bauchplatscher am Beckenrand stand. „Wenn schon, denn schon“, nahm sie es gelassen. Hundebesitzer sind schließlich keine Schönwetter-Ausflügler.
Auch überhaupt nicht zu springen war nicht schlimm. Große und kleine Hunde-„Angsthasen“, die sich nicht trauten, in das 60 Zentimeter entfernte Wasser zu springen, berührten die Zweibeiner ebenso. Es war aber auch ein zu komischer Anblick, wenn ein Anfänger trotz eher Furcht einflößender Größe auf dem Sprungbrett nach einem bangen Blick auf das nasse Schmusetier wieder kehrt machte.
Feinkost für Allergiker
Auch, wenn es in dem Fall auf Kosten eines traurigen Hundeblickes ging: „Es ist die Gaudi, die zählt“, sagt Veranstalterin Claudia Hassong über den Spaß auf dem Riesen-Hunde-Abenteuerspielplatz. Und den hatten 3500 Besucher und ihre Gefährten. Ob beim Fotowettbewerb, der verblüffende Ähnlichkeiten zwischen Hunden und Herrchen bewies. Ob beim Hundetanz, beim Paar-Eierlauf oder Rennen über Hürden in Knochenform.
Sensiblere Vertreter wurden am Feinkost-Stand fündig. Hier gab es glutenfreie Kekse, Lachstörtchen und Dinkel-Taler für empfindliche Mägen. „Immer mehr Hunde entwickeln Allergien“, erklärte Hunde-Backbuch-Autorin Martina Schöps dazu, „weil Futter aus industrieller Produktion oft viele Konservierungsmittel und chemische Zusätze enthält.“ Gegen den Durst empfiehlt sie ihre „Bellonade“-Hundebrühe ohne Salz. „Die wird eingefroren zu Hunde-Eis.“ Und das Wetter war inzwischen auch danach.
„Wirbelwinde“ und „Trampeltiere“ (kaum ein Hund ohne Mottoschild am Geschirr) mit Muskel- oder Knochenbeschwerden gönnten sich eine Hundemassage. Zum Schluss hatten sich alle eine Belohnung verdient. „Dosenöffner“ und „Gassigeher“ in Form von Bratwurst und Bier. Alle übrigen mit Leckerchen wie Hasenohren oder „Kopfhaut extrahart“. Wer's mag.
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