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Helios-Gelände

Kein kompletter Branchenmix

Von Heribert Rösgen, 03.05.10, 14:23h

Auf dem Helios-Gelände am Ehrenfeldgürtel soll ein Einkaufscenter entstehen. Es soll einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Bezirks nehmen, aber gleichzeitig den Einzelhandel auf der Venloer Straße schonen.

Helios-Gelände Einkaufscenter
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Auf dem Gelände der ehemaligen Helios GmbH in Ehrenfeld soll ein Shopping-Center entstehen. (Bild: Steinbach)
Helios-Gelände Einkaufscenter
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Auf dem Gelände der ehemaligen Helios GmbH in Ehrenfeld soll ein Shopping-Center entstehen. (Bild: Steinbach)
Ehrenfeld - Wird das geplante Shopping-Center auf dem Helios-Gelände am Ehrenfeldgürtel eine sinnvolle Ergänzung, oder wird es eher eine schädliche Konkurrenz für den Einzelhandel in Ehrenfeld - besonders auf der Venloer Straße - und in den angrenzenden Stadtteilen? Dies zu beeinflussen liegt nun in der Hand der Kommunalpolitiker in der Bezirksvertretung und im Stadtentwicklungsausschuss.

Ziel - dies betonen Stadt und Investor gleichermaßen - soll ein Einkaufscenter sein, das auf die Entwicklung des Bezirks einen positiven Einfluss nimmt. Beiden politischen Gremien liegt nun das Ergebnis eines Gutachtens vor, das die Umsatzpotenziale - bezogen auf einzelne Sortimente - näher untersucht hat. Die Stadtverwaltung bat die Politiker nicht nur um Kenntnisnahme, sondern empfahl, dass mit der Bauwens-Unternehmensgruppe als Investor des geplanten Shopping-Centers verbindliche Obergrenzen für bestimmte Sortimente festgelegt werden. Das kann über einen städtebaulichen Vertrag geregelt werden. Falls diese Grenzen dann überschritten würden, sollen Konventionalstrafen ausgesprochen werden.

Der Stadtentwicklungsausschuss wird sich erst im Juni eingehender mit der Vorlage befassen. Auch die Ehrenfelder Stadtteilpolitiker wollen sich Zeit nehmen. „Wir werden das Gutachten sorgfältig prüfen“, kündigte Bezirksbürgermeister Josef Wirges an. Sein Ziel bleibe jedoch eine weitere Senkung der Gesamtverkaufsflächen für den geplanten Einzelhandel. Das Gutachten hält rund 20 000 Quadratmeter für tragbar. Wirges will noch weiter darunter gehen. Noch gänzlich unberührt sind Fragen der städtebaulichen Gestaltung des Projekts, für das der Investor den Arbeitstitel „Helios-Höfe“ gewählt hat. Dies, die Verkehrsanbindung und die Berücksichtigung weiterer Nutzungen werden im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens zur Sprache kommen. Dieses Verfahren ist aber noch nicht eröffnet.

25 Seiten stark ist die detaillierte Analyse des Dortmunder Gutachterbüros „Stadt + Handel“, deren erstes Ergebnis schon im August 2009 vorlag. Im Dezember 2009 und im März 2010 wurden weitere Ergänzungen nachgeliefert, nachdem der Investor der Stadtverwaltung konkretere Angaben zu einzelnen Sortimenten vorgelegt hatte.

Die Ergänzungen gingen vor allem auf die Frage ein, wie sich das, was geplant ist, mit dem verträgt, was schon vorhanden ist. Knackpunkte, bei denen noch keine Einigung erzielt werden konnte, sind der Bereich Drogeriefachmarkt, der von der Verwaltung wegen der befürchteten Konkurrenz zu Märkten auf der Venloer Straße abgelehnt wird, sowie die geplante Größe im Bereich Bekleidung. 7000 Quadratmeter Verkaufsflächen hält der von der Stadt beauftragte Gutachter noch für tragbar. 8000 Quadratmeter wünscht sich dagegen der Investor.

Die Bauwens-Gruppe betont, dass sie sowohl den vorhandenen Einzelhandel in der unmittelbaren Umgebung gezielt ergänzen möchte, als auch vorhandene Nutzer auf dem Helios-Gelände, so weit dies möglich ist, in das Gesamtkonzept der neuen „Helios-Höfe“ integrieren möchte. Das Zentrum für Alte Musik - ein Projekt des Ensembles Concerto Köln, das heute bereits im Gebäude unterhalb des Heliosturmes seine Probe- und Geschäftsräume hat - soll hier eine Heimat finden. Unklar ist derzeit noch, ob auch das Szenelokal „Underground“ an der Vogelsanger Straße in die „Höfe“ integriert werden kann. „Wir würden uns in solchen Fällen um Alternativstandorte bemühen“, sagt Bauwens-Projektentwicklerin Maike Becker.



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