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Kauf durch Triton?

Verdi gegen Einschnitte bei Karstadt

Von Jutta Maier, 25.04.10, 08:33h, aktualisiert 26.04.10, 22:13h

Der Finanzinvestor Triton plant bei der insolventen Warenhauskette einen massiven Stellenabbau. Bis Ende April soll der Kaufvertrag mit dem Investor unterschrieben sein. Verdi wehrt sich allerdings gegen weitere Zugeständnisse der Beschäftigten.

Karstadt-Filiale
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Der Karstadt-Konzern steht vor der Rettung. (Bild: dpa)
Karstadt-Filiale
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Der Karstadt-Konzern steht vor der Rettung. (Bild: dpa)
BERLIN - Das Interesse des Finanzinvestors Triton an Karstadt stößt bei der Gewerkschaft Verdi auf Skepsis. „Ein Plan zur Fortführung sollte nicht darauf kalkuliert sein, die Beschäftigten ein weiteres Mal zur Kasse zu bitten“, so Vize-Vorsitzende Margret Mönig-Raane mit Blick auf die Ankündigung Tritons, einen Kauf von weiteren Zugeständnissen der 26.000 Beschäftigten abhängig zu machen. Die Gewerkschaft sieht nach dem bereits zugestandenen Sanierungsbeitrag der Belegschaft eine Grenze erreicht: Die Beschäftigten verzichten bis 2012 auf Weihnachts- und Urlaubsgeld von insgesamt 150 Millionen Euro. „Mehr geht nicht“, so Mönig-Raane.

Triton hatte am Freitag ein Angebot für die 120 Warenhäuser vorgelegt und dieses an Einschnitte für die Belegschaft und das Vermieterkonsortium High-street geknüpft. So sollen Medienberichten zufolge 4.000 Stellen abgebaut werden. Ein Triton-Sprecher sagte dazu nur, Karstadt habe verlustbringende Segmente, in denen etwa 5000 Mitarbeiter beschäftigt seien. Auf diese Segmente müsse sich „eine nachhaltige Sanierung fokussieren“. Dies könne unter anderem bedeuten, unrentable Unternehmensbereiche an Fremdfirmen abzugeben, aber auch verlustbringende Segmente zu verkleinern und gewinnbringende zu vergrößern. Einen Bericht der „Welt“, wonach Triton auf Staatshilfen zur Absicherung neuer Bankkredite hofft, bestätigte der Sprecher nicht. Richtig sei jedoch, dass über die Tarifverträge nachgedacht werden müsse - diese seien so nicht haltbar. Mit dem Vermieterkonsortium will Triton in dieser Woche weitere Mietminderungen aushandeln.

Der Gläubigerausschuss soll bis zum 30. April entscheiden. Sollte die Triton-Offerte scheitern, könnte das Highstreet-Konsortium selbst zum Zuge kommen, hinter dem mehrheitlich die US-Investmentbank Goldman Sachs steht. Nach Spiegel-Informationen spielt Goldman mit zwei Szenarien: Entweder übernimmt die Bank die Karstadt-Häuser zunächst, saniert sie und fusioniert sie mit den zum Verkauf stehenden Kaufhof-Filialen der Metro. Oder sie verschmilzt die Filialen der Konkurrenten sofort. Highstreet fürchtet hohe Mietausfälle im Falle einer Karstadt-Zerschlagung.



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