Erstellt 04.05.10, 16:20h, aktualisiert 04.05.10, 16:21h
Gleichzeitig veranschaulicht "Wir gegen uns" die Faszination des Sports, seine Strahlkraft auf den Einzelnen und die Gesellschaft, indem sie an fest im kollektiven Gedächtnis der Deutschen verankerte glanzvolle Höhepunkte, an Wettkämpfe, Siege und Rekorde erinnert.
Mehr als 1100 Exponate dokumentieren herausragende Ereignisse. Darunter eine der wenigen erhaltenen Sitzbänke aus dem Wankdorf-Stadion in Bern, dem Ort des Endspiels der Fußball-WM 1954, das Rennrad des zweimaligen Amateur-Weltmeisters und Gewinners der "Friedensfahrt" Täve Schur, die Fahne der gesamtdeutschen Olympiamannschaft sowie Jens Lehmanns Spickzettel aus dem Viertelfinale gegen Argentinien im WM-Sommer 2006. Persönliche Erinnerungsstücke wie die Schwimmflossen von Axel Mitbauer, mit denen der DDR-Schwimmer 1969 durch die Ostsee in die Freiheit schwamm, verdeutlichen die Zwänge, die Sportlern in der DDR auferlegt wurden.
Die Ausstellung schließt mit einer Betrachtung der Entwicklung seit der Wiedervereinigung. Sie erinnert an die Freude über neu gewonnene Möglichkeiten und erste gemeinsame Erfolge - etwa bei den Olympischen Spielen in Albertville und Barcelona 1992 -, sie zeigt aber auch die Probleme beim Zusammenwachsen von Ost und West. Die 1990 einsetzenden Diskussionen um das DDR-Erbe im Sport halten bis in die Gegenwart an. (VR)
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