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Ausstellung

Sport im geteilten Deutschland

Erstellt 04.05.10, 16:20h, aktualisiert 04.05.10, 16:21h

Sport war ein Mittel, um in den Zeiten des kalten Krieges Positionskämpfe auf ganz besondere Weise auszuführen. Die DDR und die Bundesrepublik betrieben diesen Wettkampf der Systeme besonders intensiv.

Trikots aus Ost und West
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Das Plakatmotiv zur Ausstellung. (Bild: HDG)
Trikots aus Ost und West
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Das Plakatmotiv zur Ausstellung. (Bild: HDG)
Bonn - Der Ball ist rund. Diese Weisheit ist jedem Fußballfan bekannt. Doch Sport ist noch viel mehr. Jetzt gibt es auch eine Ausstellung zum Thema. Das legendäre Tor von Jürgen Sparwasser bei der Fußballweltmeisterschaft 1974, der Zieleinlauf von Heide Rosendahl und Renate Stecher bei den Olympischen Spielen 1972 in München - Ereignisse, die sinnbildlich für deutsch-deutsche Sportgeschichte stehen. In der neuen Ausstellung "Wir gegen uns. Sport im geteilten Deutschland" beschreibt das Haus der Geschichte in Bonn vom 12. Mai bis 10. Oktober die unterschiedliche Entwicklung des Sports in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR und fragt nach dessen Bedeutung im Wettstreit der Systeme.

Gleichzeitig veranschaulicht "Wir gegen uns" die Faszination des Sports, seine Strahlkraft auf den Einzelnen und die Gesellschaft, indem sie an fest im kollektiven Gedächtnis der Deutschen verankerte glanzvolle Höhepunkte, an Wettkämpfe, Siege und Rekorde erinnert.

Mehr als 1100 Exponate dokumentieren herausragende Ereignisse. Darunter eine der wenigen erhaltenen Sitzbänke aus dem Wankdorf-Stadion in Bern, dem Ort des Endspiels der Fußball-WM 1954, das Rennrad des zweimaligen Amateur-Weltmeisters und Gewinners der "Friedensfahrt" Täve Schur, die Fahne der gesamtdeutschen Olympiamannschaft sowie Jens Lehmanns Spickzettel aus dem Viertelfinale gegen Argentinien im WM-Sommer 2006. Persönliche Erinnerungsstücke wie die Schwimmflossen von Axel Mitbauer, mit denen der DDR-Schwimmer 1969 durch die Ostsee in die Freiheit schwamm, verdeutlichen die Zwänge, die Sportlern in der DDR auferlegt wurden.

Die Ausstellung schließt mit einer Betrachtung der Entwicklung seit der Wiedervereinigung. Sie erinnert an die Freude über neu gewonnene Möglichkeiten und erste gemeinsame Erfolge - etwa bei den Olympischen Spielen in Albertville und Barcelona 1992 -, sie zeigt aber auch die Probleme beim Zusammenwachsen von Ost und West. Die 1990 einsetzenden Diskussionen um das DDR-Erbe im Sport halten bis in die Gegenwart an. (VR)



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